„Die Motivation ist dieses Jahr größer“. AFC Rangers Mödling Präsident Gerhard Bräuer über den Grunddurchgang und die Ziele für die bevorstehende Wildcard-Runde.

Von Kevin Kada. Erstellt am 12. Juli 2017 (01:59)
Kevin Kada
Glücklich über den Sieg. Rangers-Präsident Gerhard Bräuer (l.) gemeinsam mit seinem Wide Receiver Roman Namdar nach dem knappen Erfolg zum Saisonauftakt gegen die Danube Dragons.

NÖN. Der Grunddurchgang ist geschlagen, die Rangers haben es wieder in die Wildcard-Runde geschafft. Wie ist ihr persönliches Resümee der vergangenen Spieltage?

Gerhard Bräuer: Wir sind, wie schon im Vorjahr, im Mittelfeld gelandet. Gegen die Silverhawks, Giants und Hohenems haben wir drei knappe Partien gespielt die wir auch hätten gewinnen können. Dann hätten wir uns vor den Dragons positionieren können. Nun ist es eben so und ich bin damit zufrieden. Wichtig war, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Was wir gesehen haben, ist, dass die beiden Dominatoren Raiders und Vikings eine Klasse für sich sind. Aber dahinter ist das Feld dicht gedrängt und ich bin der Meinung, dass die vier Teams dahinter ebenbürtig sind.

Nun hat man erneut die Ljubljana Silverhawks als Gegner in der Wildcard-Runde. Im Vorjahr musste man eine empfindliche und deutliche Niederlage hinnehmen. Wie wird es dieses Jahr laufen?

Bräuer: Wenn ich das wüsste (lacht). Klar ist, dass es ein ganz anderes Spiel von zwei unterschiedlichen Teams ist. Bei uns sehe ich vor allem die Motivation im Vordergrund. Während wir im Vorjahr nach dem Aufstieg mit dem Platz in der Wildcard schon zufrieden waren, haben wir uns in diesem Jahr das Ziel gesetzt, dass wir ins Play-off kommen wollen. Im Vorjahr war die Spannung deswegen vielleicht nicht mehr so da, wie sie nötig gewesen wäre. In dieser Saison ist die Stimmung aber ganz anders und darum bin ich mir sicher, dass wir den Silverhawks am kommenden Wochenende einen heißen Tanz liefern werden.

Sie haben es selbst schon angesprochen. Die Raiders und Vikings sind das Maß aller Dinge in der Liga. Wie will man in Mödling diesen Teams in Zukunft Paroli bieten?

Bräuer: Das ist ganz einfach: gute Nachwuchsarbeit. Und wenn man sich ansieht, wie unser Nachwuchs agiert dann bin ich zuversichtlich, dass wir in einigen Jahren auf dem Niveau spielen werden, wo jetzt die Vikings und Raiders sind. Wir haben drei Nachwuchsmannschaften, wo insgesamt rund 120 Spieler unterwegs sind. Da haben wir einen großen Pool an Talenten, aus dem wir in Zukunft schöpfen können.

Immer wieder kritisiert Trainer Armin Schneider, dass sein Team zu viele Fehler macht. Wie könnte man die nach abstellen?

Bräuer: Vielleicht müssen wir im Training die Intensität noch mehr erhöhen. Damit die Spieler bissiger werden und schon bei den einzelnen Übungen mehr auf die Spielsituationen eingestellte werden und es nicht mehr solche mentalen Aussetzer gibt.