Hypo erspart sich Reise nach Russland. Hypo NÖ verpasst den Einzug in die Gruppenphase, steht dafür aber in der 3. Runde des EHF Cups.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 13. September 2017 (02:30)
Wastl
Marina Topic war für Hypo trotz Kreuzbandriss extrem wichtig.

Nachdem das Auftaktspiel beim Qualifikationsturnier für die EHF Champions League gegen die Schwedinnen von H 65 Höörs HK klar mit 24:33 verloren wurde, sicherte sich Hypo NÖ in einem Herzschlagfinale gegen Mecalia Atlético Guardés (Spanien) die Teilnahme an der 3. Runde des EHF Cups.

29:27 siegten die Südstädterinnen letztlich im Penalty Shoot-out. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Zunächst führte Hypo klar, dann glichen die Spanierinnen aus und gingen selbst in Front. Erst kurz vor Schluss glich Hypo auf 24:24 aus. Im Sieben-Meter-Schießen bewahrte die junge Hypo-Mannschaft Ruhe, entschied das Spiel mit 29:27 für sich. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Marina Topic, die vor zwei Wochen einen Kreuzbandriss erlitt. „Wir haben sie die Sieben-Meter werfen lassen, sie war eine große Hilfe. Sie ist dafür immer rein und raus gelaufen“, so Trainer Martin Matuschkowitz. Vier Treffer erzielte Topic trotz ihrer Verletzung. Das Auftreten seiner Mannschaft machte den Hypo-Coach jedenfalls stolz: „Wir haben eine richtig tolle Moral bewiesen.“

"Das wird heuer eine richtig spannende Liga"

Das Ticket für die Gruppenphase der Champions League sicherte sich der Thüringer HC. Der Gastgeber setzte sich gegen Höörs HK klar mit 33:24 durch. Für Hypo bleibt nach dem Sieg im zweiten Spiel immerhin die Teilnahme an der dritten Quali-Runde des EHF Cups. Weit wichtiger: Man ersparte sich eine Reise nach Russland. Denn bei einer Niederlage hätte man in der zweiten Runde gegen Astrakhan bestehen müssen.

„Sie waren vor zwei Jahren noch Meister, die sind für uns unbesiegbar. Die Spanierinnen tun mir richtig leid“, meinte Matuschkowitz. Wer der Gegner von Hypo sein wird, steht indes noch nicht fest. Ende Oktober folgt die Auslosung. Heute, Mittwoch, startet die Matuschkowitz-Truppe in die neue WHA-Saison. Gegner ist Korneuburg. „Das wird heuer eine richtig spannende Liga“, ist sich Matuschkowitz sicher.