Ein schwarzer Tag. Michi Weiss verpasste den Heimsieg in Klagenfurt klar, kämpfte sich trotz großer Probleme als Achter ins Ziel.

Von Bernhard Garaus. Erstellt am 02. Juli 2014 (07:52)
Groß war die Zuversicht vor dem Rennen, hoch die Erwartungen. Und dementsprechend groß ist jetzt die Enttäuschung. Michael Weiss erwischte beim Ironman Austria in Klagenfurt einen rabenschwarzen Tag und konnte nicht um den Sieg mitfighten. Der 32-Jährige kämpfte nicht mit der Konkurrenz, sondern mit sich selbst. „Ich war mehrere Male kurz davor, aufzugeben“, sagte Weiss.

Doch so weit ließ er es dann doch nicht kommen, im Gegensatz zum deutschen Topfavoriten Faris Al-Sultan, der nach einem Raddefekt nicht mehr auf die Laufstrecke wechselte. Weiss legte einige Gehpausen ein, beendete den Ironman aber als Achter. „Umso stolzer bin ich, dass ich dieses schwierige Rennen beendet habe. Ohne die großartige Unterstützung der Zuschauer wäre ich heute nicht ins Ziel gekommen“, meint der Gumpoldskirchner, der es auch den Kritikern zeigen wollte. Schon auf der Radstrecke „explodierte“ Weiss zum ersten Mal, konnte sich aber noch einmal erholen. Beim Marathon aber wuchs der Rückstand auf den späteren Sieger Ivan Rana.

Swoboda verärgert über Windschatten-Biker 

Auch für den zweiten „Bezirks-Profi“ Georg Swoboda aus Vösendorf war die absolute Spitze außer Reichweite. Der Vösendorfer hatte noch großen Trainingsrückstand nach seinen gesundheitlichen Problemen und lief dennoch auf den 13. Platz. Beim Schwimmen kam er gleich zweimal von der Ideallinie ab und musste von Beibooten zurück auf den Kurs gelotst werden. „Vielleicht sollte ich mir in Zukunft doch eine optische Schwimmbrille zulegen“, schmunzelte Swoboda.

Auf seiner Paradedisziplin, dem Rad, gab er ordentlich Gas und machte Boden gut. Dabei konnte er auch einige Gruppen überholen, die sich trotz des Windschattenverbots gebildet hatten. „Ich verstehe nicht, warum sie das hier nicht in den Griff bekommen“, fragt sich der Vösendorfer. Den abschließenden Marathon lief er souverän hinunter und genoss den Zieleinlauf als drittbester Österreicher vor den zahlreichen Zuschauern.