UEC Mödling ist auf der Suche nach einer Eishalle. UEC Mödling von Verschiebung des Eishallen-Projekts getroffen. In Brunn könnte Eishalle nun auch zum Thema werden.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:23)
So könnte die Eishalle im Brunn/Gebirge ausschauen – ist Teil der Projektidee „Sport- & Bildungscampus“.
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Das Eis schmilzt den Mödling Dragons dieses Jahr nicht weg, „aber bis wir spielen dürfen, werden wir abtauen müssen“, befürchtet Vereinschef Peter Pikisch. Aufgrund der Corona-Regeln ist Eishockey-Training nicht erlaubt, da Körperkontakt verboten ist. „Mit den Kindern gehen wir Eislaufen.“

Der Meisterschaftsbetrieb scheint in dieser Saison gelaufen, bevor er begann. Generell ist die Freiluft-Eisfläche im Mödlinger Stadtbad nicht mehr zeitgemäß, darauf weisen die Eishockey-Cracks immer wieder hin. Deshalb war auch die Verschiebung des Eishallen-Projekts ein Nackenschlag für den UEC. Für 2021 fehlt der Gemeinde das Geld für das Projekt.

Die Mitgliederzahlen seien beim Verein über die letzten Jahr hinweg stabil, versichert Pikisch. Doch sportlich verlieren die Mödlinger zusehend den Anschluss an die Wiener Vereine und auch an die im Vergleich zur Bundeshauptstadt schwächere Konkurrenz aus Niederösterreich.

„Früher hatten wir zwei Kampfmannschaften, mit der einen haben wir in Niederösterreich vorne mitgespielt. Mit der anderen waren wir in der Wiener Liga meistens in der oberen Tabellenhälfte“, blickt Pikisch zurück. Das war einmal: Die Drachen wurden links und rechts überholt. In Wien produzieren die Vienna Capitals mit ihrer Nachwuchsarbeit automatisch auch spätere Kampfmannschafts-Spieler für die unterklassigen Stadtrivalen. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die Eishalle: „Wir haben Eis von November bis März. In den Hallen gibt es das ganze Jahr Eis – zumindest von Mitte August bis Ende Juni“, erklärt Pikisch.

Eishalle wichtig für Konkurrenzfähigkeit

Eine Eishalle ist also unumgänglich, um in allen Bereichen konkurrenzfähig zu bleiben. Hoffnung besteht, immerhin ist das Projekt seitens der Stadt nur vorerst auf Eis gelegt. Das bestätigte der zuständige SPÖ-Stadtrat Fritz Panny gegenüber der NÖN: „Sobald es Geld dafür gibt, können wir starten.“ Verhandlungen mit dem Land laufen, bei grünem Licht werde man „die Ausschreibung verschicken“.

Währenddessen könnte sich für die Eishockey-Cracks demnächst eine Alternative in nächster Nähe auftun. Das Gelände der „Glasfabrik“ in Brunn am Gebirge liegt brach. Nun poppt eine neue Idee auf. Christoph Gredler bringt mit seinem Exposé einen „Sport- & Bildungscampus“ auf das Tapet.

Neben der Unterbringung von sechs Ausbildungstypen – von Volksschule bis Abend-Fachhochschule – beinhaltet der Plan auch eine reichhaltige Sportinfrastruktur.

Für Fußballer sind zwei Natur- und zwei Kunstrasenplätze und eine Tribüne für bis zu 1.500 Zusehern vorgesehen. Dazu kommen vier mehrfache Ballsporthallen, eine Gymnastikhalle, eine Kraftsporthalle und eine Multifunktionshalle. Zu guter Letzter sieht der Plan eine Eisporthalle mit zwei Eisflächen und Platz für 550 Besucher vor. „Hier könnten neben den Dragons auch Hobby- und Firmenteams sowie Eiskunstläufer und Eisstockschützen untergebracht werden“, erklärt Gredler. Das Projekt befindet sich allerdings erst im Anfangsstadium.

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