Wiener Neudorfer Medaillentraum im drohenden Chaos

Wiener Neudorfs Damen wollen auf das Bundesliga-Podest. Start in die Saison wegen Corona ungewiss. Obmann Pultar rechnet mit turbulenter Saison.

Erstellt am 18. November 2021 | 09:36
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Marianne Pultar (r.) und Wiener Neudorf hoffen, dass Corona den Spaß an der Hallenhockey-Saison nicht verdirbt.
Foto: HC Wiener Neudorf

Am vergangenen Wochenende sollte die Hallen-Meisterschaft im Hockey starten. Alleine die Pandemie machte den Aktiven einen Strich durch die Rechnung. Alle Spiele wurden vorerst abgesagt. Darunter auch das Punktespiel der Mödlinger Damen gegen den HC Wien. Am kommenden Wochenende will man einen neuen Versuch starten. Da werden auch die Damen des HC Wiener Neudorf eingreifen, treffen zum Auftakt gleich auf Arminen. Kein leichtes Startspiel, aber die Marschroute für das Sedy-Team ist klar, man will eine Hallen-Medaille holen.

Sophia Klaus vor Comeback

Erfreulich, dass sich das Lazarett bei Wiener Neudorf gelichtet hat, auch Sophia Klaus - im September mit Verdacht auf Meniskus-Einriss out - ist wieder dabei. Die Verletzung hat sich als Prellung herausgestellt und somit dürfte die Defensivspielerin wieder auflaufen können. Die Vorbereitung war jedenfalls für Trainer Christian Sedy "durchaus positiv. Wir konnten viele Erkenntnisse gewinnen und haben an unseren Schwächen gearbeitet."

Das Ziel ist klar: Wr. Neudorf will in das Final-Four und dort eine Medaille holen. "Viel wird aber auch davon abhängen, ob man nicht wieder von Verletzungen heimgesucht wird und ob man auch das nötige Spielglück hat", ist sich Sedy der Schwere der Aufgabe bewusst. Gleich das erste Spiel gegen Arminen (Samstag in Wiener Neudorf) wird zeigen, wie realistisch der Medaillentraum tatsächlich ist.

Mannschaften ziehen zurück

Allerdings könnte auch die aktuelle Corona-Situation eine Rolle spielen. Nachdem am vergangenen Wochenende die Spiele schon abgesagt wurden haben einige Teams diverse Mannschaften sowohl im Erwachsenen-Bereich als auch beim Nachwuchs zurückgezogen. "Wir sind mit den Bundesliga-Teams zwar im Spitzensport angesiedelt, aber in die Zukunft kann niemand schauen" weiß auch Neudorf-Obmann Paul Pultar, dass noch schwere Wochen auf die Teams warten. Der Terminplan der Bundesliga ist jedenfalls dich gedrängt, vorerst wird die Punktejagd ausschließlich in Doppelrunden ausgespielt. Zuschauer sind - zumindest in Wien - derzeit nicht "erwünscht", in Niederösterreich sollte ein Besuch der Spiele unter Einhaltung der 2G-Regelung noch möglich sein.

Neudorfer Trio im Dauereinsatz

Voll gefordert werden auch die Neudorfer Teamspielerinnen sein. Neben der heimischen Punktejagd warten noch die Europameisterschaft im Jänner sowie die Weltmeisterschaft im Februar auf die Spielerinnen. In Wiener Neudorf trifft dies in erster Linie auf Marianne Pultar zu, die im Moment für all diese Bewerbe gesetzt ist. Sophia Klaus und Sabrina Hruby stehen vorerst im Unter-21-Team und haben eine Europameisterschaft vor sich. Für alle bleibt jedenfalls wenig Zeit für Regeneration. Und die Lage rund um Corona könnte die Situation noch verschärfen. "Wenn womöglich Spiele verschoben werden müssen, könnte uns ein Chaos drohen", zeichnet Paul Pultar ein düsteres Szenario.

Ebenfalls in die Meisterschaft starten die Herren der HG Mödling (Samstag gegen Hernals) und die Neudorfer Herren. Auch im Nachwuchs sind Punktespiele angesetzt wobei es aber jederzeit zu kurzfristigen Änderungen kommen könnte.