Abstieg der Perchtoldsdorf Devils ist besiegelt. Nach der Niederlage gegen Hypo NÖ müssen die Perchtoldsdorf Devils den Gang in die Bundesliga antreten.

Von Max Kolodej. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:34)
Richard Dorninger

Perchtoldsdorf Devils

„Wir werden uns sicher keinen Illusionen hingeben. Wenn du gegen Hypo spielst, kannst du nicht davon ausgehen das Spiel zu gewinnen“, bemühte sich Devils Sportlicher Leiter Philipp Wagner schon vor dem Schicksalsspiel gegen Hypo Niederösterreich um eine realistische Einschätzung der Lage. Wirklich überraschend kommt der Abstieg somit also für keinen der Beteiligten, konnte man sich doch bei der überaus schweren Auslosung der letzten Runden bereits auf den Abstieg einstellen.

Jetzt, da der Gang in die Bundesliga sicher ist, ärgern vor allem andere Dinge. In insgesamt sieben Spielen ließ man Punkte oder verlor mit zwei oder weniger Treffern Unterschied. „Wir haben diese Saison oft Situationen gehabt, wo uns das Quäntchen Glück gefehlt hat, was wir in den Jahren davor in solchen Situationen oft hatten. Und diese Negativserie ging dann auch über mehrere Spiele. Dass wir Mannschaften wie Stockerau fordern konnten, zeigt ja auch, dass wir nicht so schlecht aufgestellt sind“, erinnert sich Wagner an durchaus starke Auftritte in dieser Saison. Im Cup-Achtelfinale setzte man sich gegen Stockerau knapp mit 37:36 durch und auch im noch wichtigeren Aufeinandertreffen in der Meisterschaft verlor man vergangenen Monat nur knapp mit 26:28 gegen den Tabellendritten.

Dass die Mannschaft die Qualität hat in der WHA zumindest mitzuspielen, daran zweifelt eigentlich niemand. Der baldige Wiederaufstieg ist somit das erklärte Ziel: „Noch ist natürlich nicht klar, in welcher Konstellation es nächstes Jahr weitergeht. Wir werden in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Spielerinnen suchen. Natürlich ist es unser Ziel, dass wir den Aufenthalt in der Zweiten Liga so kurz wie möglich gestalten und nächstes Jahr wieder voll angreifen.“

Hypo Niederösterreich

Die Ermüdungserscheinungen der letzten Wochen waren für Hypo-Trainer Ferenc Kovacs auch in den Anfangsminuten gegen die Devils zu sehen. Bereits diese Woche geht das harte Programm, aufgrund der langen Corona-Pause, weiter – am heutigen Mittwoch wird das Cup-Halbfinale gegen Feldkirchen nachgeholt und am kommenden Sonntag stünde bereits das Finale gegen Atzgersdorf an.

„Wir haben aufgrund der Pause jetzt jede Woche zwei Spiele und Atzgersdorf hat die ganze Woche Zeit, um sich auf das Endspiel vorzubereiten. Sollten wir ins Finale einziehen, wird das sicher eine enorme Herausforderung“, weiß Kovacs, dass der diesjährige Cuptitel sicher kein Selbstläufer werden wird. Als Ausrede möchte der Cheftrainer die körperliche Belastung allerdings nicht gelten lassen: „Bei einem Endspiel musst du von Beginn an voll im Kopf da sein, das wird auch am Sonntag entscheidend.“