Die Südstadt ist Kovacs' zweite Heimat: Titel Nummer 44 ante portas

Erstellt am 20. Mai 2022 | 12:16
Lesezeit: 3 Min
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Foto: Xavi Vegas
Seit 1999 ist Ferenc Kovacs bei Hypo engagiert. Nun möchte der gebürtige Ungar den 44. Meistertitel der Vereinsgeschichte holen.
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Seit 23 Jahre ist Ferenc Kovacs als Trainer von Hypo Niederösterreich im Einsatz. Der gebürtige Ungar feierte auch mit dem rot-weiß-roten Nationalteam und im Nachwuchsbereich große Erfolge. Im WHA-Finale ab Samstag sieht der 59-Jährige sein Team als „leichten Favoriten“. Es waren die Erfolge mit der U16-Mannschaft des SSV Dornbirn Schoren, die Ferenc Kovacs im Jänner 1999 den Weg in die Südstadt ebneten.

„Wir haben im Liga-Betrieb, bei der Staatsmeisterschaft und mit der Auswahl jeweils das Hypo-Team besiegt. Das gab es vorher noch nie“, so der gebürtige Ungar. Dann kam der Anruf von Handball-Tausendsassa Gunnar Prokop und der Umzug in den Osten Österreichs. „Inzwischen habe ich mit meinen Mannschaften bei 52 Nachwuchs-Staatsmeisterschaften 50 Mal den Titel gewonnen“, strahlt der mittlerweile 59-Jährige.

Bei den größten Erfolgen in der zweiten Reihe

In den goldenen Zeiten von Hypo Niederösterreich sowie des rot-weiß-roten Nationalteams war Ferenc Kovacs als Co-Trainer immer mit dabei. „Wir gewannen mit Hypo die Champions League und den Europapokal. Bei den Weltmeisterschaften 1999 in Norwegen musste ich kurzfristig für den erkrankten ÖHB-Cheftrainer einspringen. Wir gewannen WM-Bronze. Es ist immer noch der größte Erfolg für Österreichs Damen Nationalteam. Bei den Olympischen Spielen in Sydney wurden wir Fünfter.“

Die Südstadt als Familiensache

Später übernahm Ferenc Kovacs als Cheftrainer in der Südstadt die Verantwortung, ging im Leistungszentrum ein und aus. Von Anbeginn an war Gattin Kati im Hypo-Büro an seiner Seite. Auch die beiden Töchter Klaudia und die jetzige Teamspielerin Patricia Kovacs wurden in der Südstadt groß. „Seit elf Jahren wohnen wir in einem Doppelhaus in Wr. Neudorf. Aber immer, wenn ich ein spielfreies Wochenende habe, fahre ich zu meinen Eltern, die in einem kleinen Örtchen im Osten Ungarns wohnen. Da bin ich fast vier Stunden mit dem Auto unterwegs. Ich bin ihr einziges Kind. Die beiden sind jetzt 83 und 88 Jahre alt, brauchen immer mehr meine Hilfe.“

Atzgersdorf nicht zu unterschätzen

Für die am Samstag (20.20 Uhr, Südstadt) beginnende Best-of-Three-Finalserie in der WHA MEISTERLIGA gegen WAT Atzgersdorf sieht der Hypo-Cheftrainer seine Mädels diesmal nur in einer leichten Favoritenrolle. Der 43-fache Österreichische Meister kann nicht in Bestbesetzung antreten. Und das letzte Saisonduell ging mit 26:24 zugunsten der Wienerinnen aus.