Hypo NÖ mit einem Bein im WHA-Finale

Erstellt am 12. Mai 2022 | 10:24
Lesezeit: 3 Min
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Johanna Schindler und Hypo NÖ setzten sich im ersten Halbfinale gegen die MGA Fivers mit+8 durch.
Foto: Xavi Vegas
Die MGA Fivers lieferten Hypo Niederösterreich im Halbfinalauftakt der WHA-Meisterliga über weite Strecken einen harten Kampf. Am Ende setzte sich der Rekordmeister mit 28:20 (12:9) durch. Die zweite Begegnung findet am Samstag, 18.10 Uhr, in der Südstadt statt.
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Im zweiten Halbfinalspiel am Mittwochabend trennten sich die MGA Fivers und Hypo Niederösterreich mit 20:28 (9:12). Bei den Wienerinnen konnte die angeschlagene Topwerferin Marina Topic bis auf einen vergebenen Siebenmeter nur auf der Bank Platz nehmen. Beim Titelverteidiger fehlten Mirela Dedic, Nora Leitner, Ana Pandza (alle verletzt) und die erkrankte Katalin Gorza.

Hypo kann sich nicht absetzen

Die Gäste aus Niederösterreich legten von Anpfiff an vor, konnten sich jedoch lange nicht entscheidend absetzen. Denn immer wieder scheiterten die Hypo-Werferinnen an der überragenden MGA Fivers-Torfrau Adriana Medwedowa. Beide Teams hatten die lange Auswärtsfahrt nach Vorarlberg am vergangenen Wochenende noch nicht richtig verdaut. 16 Sekunden vor der Halbzeitpause ging Hypo Niederösterreich erstmals mit vier Toren in Front. Doch Tereza Chovancova verwandelte einen direkten Freiwurf zum 9:12-Pausenstand.

6:0-Lauf bringt die Vorentscheidung

Nach dem Wiederanpfiff stand die Hypo-Abwehr deutlich besser. Die eingewechselte Torfrau Stephanie Reichl agierte sofort in glänzender Form. Die Gäste legten einen 6:0-Lauf hin. Aber der Widerstand der MGA-Löwinnen war trotz zwischenzeitlichem Neun-Tore-Rückstand nicht gebrochen. Sie kämpften sich auf fünf Tore heran. Im Finish legte Hypo Niederösterreich noch drei Treffer nach und gewann mit 28:20.

Stimmen zum Spiel

„Wir konnten Hypo Niederösterreich ziemlich lange ärgern. Aber über 60 Minuten können wir diesen Level noch nicht halten. Da fehlt uns noch die Erfahrung. Leider haben wir einen schlechten Start in die zweite Halbzeit erwischt. Kurz vor Schluss waren wir wieder auf fünf Toren dran. Wir können stolz auf uns sein, auch wenn das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen ist“, zog MGA Fivers-Coach Arnes Cebic trotz der Niederlage eine positive Bilanz.

Sein Gegenüber Ferenc Kovacs zollte ihm Respekt: „Die MGA Fivers haben nie aufgehört zu kämpfen. Es war ein typisches Entscheidungsspiel mit etlichen Fehlern auf beiden Seiten.“

Das Rückspiel findet am Samstag (18.10 Uhr/ORF Sport+ und LAOLA1) in der Südstadt statt. Die beiden Halbfinal-Partien werden im Europacup-Modus mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. In der zweiten Halbfinal-Begegnung überraschte der SC witasek Ferlach/Feldkirchen mit einem 27:22 (14:10)-Auftaktsieg gegen Vizemeister WAT Atzgersdorf.