Aaron Fara zwingt Europa in die Knie. Aaron Fara krönte für die Perchtoldsdorfer Judo Tigers äußerst erfolgreiche Junioren-Europameisterschaften: Gold bis 100 Kg!

Von Alexander Wastl. Erstellt am 21. September 2016 (05:55)
NOEN, EJU/Paco Lozano
Aaron Fara zeigt es an: Er steht an Europas Spitze.

Was für ein Wochenende für die Volksbank Galaxy Judo Tigers aus Perchtoldsdorf bei der Junioren EM im spanischen Malaga.

Schon am Samstag zeichnete sich ab, dass es ein ganz besonderes Turnier für die „Tigers“ werden könnte. Da holte Christopher Wagner (-73 Kg) Bronze: Eine Medaille, die doppelt so schön glänzt, war „Wagic“ doch lange aufgrund eines Syndesmosebandrisses außer Gefecht. Dabei blieb es aber nicht: Auch Marko Bubanja konnte bis 90 Kg den dritten Platz erkämpfen. Dann folgte der große Auftritt des Aaron Fara bis 100 Kg.

Auf dem Weg ins Finale schaltete der 19-Jährige den Letten Rojs, den Weißrussen Sviryd sowie im Halbfinale den Russen Adamian aus. Im Finale wartete mit Johannes Frey ein Judoka des „großen Nachbarn“, Deutschland. Nach zwei Minuten und zwei Shido für Frey gab es für Fara Waza-ari und in Folge Ippon nach einem Festhalter. Danach brachen alle Dämme und die Freude kannte keine Grenzen.

„Es war unbeschreiblich, ich konnte und kann es immer noch nicht fassen“, jubelte der Bad Erlacher im Dienste der Tigers, „es ist mein erster Titel und das hat natürlich eine sehr große Bedeutung für mich.“

„Das Gefühl war unbeschreiblich, ich kann es immer noch nicht fassen.“

Aaron Fara über seinen Titel bei der Junioren-EM

Österreich konnte seit langer Zeit wieder einmal einen Junioren-EM-Titel feiern. „Es war ein Traumtag für Aaron. Er ist heute verdient und souverän Europameister geworden“, meinte Männernationaltrainer Patrick Rusch. Fara hat trotz der Sensation bereits neue Ziele vor Augen. „Ich möchte zur U23-EM nach Tel Aviv und auch dort eine Platzierung schaffen“, verrät das Schwergewicht. Bis dahin heißt es weiter mindestens zweimal pro Tag für den Erfolg schuften. „Ich möchte mich bei meinen Trainern Thomas Haasmann und Anton Summer bedanken, dass sie so viel Geduld mit mir haben“, so Fara.