Perchtoldsdorf Tigers müssen sich heuer mit Silber begnügen

Der Serienmeister ist entthront. Die Galaxy Tigers unterlagen in einem mitreisenden Bundesliga-Finale Multikraft Wels.

Erstellt am 21. November 2021 | 09:03
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Foto: Alexander Wastl

Die Serie endet bei sieben. Seit 2013 waren die Galaxy Judo Tigers aus Perchtoldsdorf in der heimischen Bundesliga unbesiegt. Am Samstag ging die bisher längste Siegesserie der Ligageschichte zu Ende. Im Finale unterlagen die Niederösterreicher Multikraft Wels mit 6:8. Für die Oberösterreicher ist es der erste Meistertitel seit 44 Jahren.

Welser starten furios

Zunächst feierten die beiden Finalisten in der ersten Runde des Final Four in der Gmunder Volksbankarena klare Siege. Die Tigers eliminierten Pinzgau mit 11:3. Wels besiegte Sanjindo mit 10:4. Der Endkampf begann mit einem Waza-Ari-Sieg für Tornike Tsjkadoea. Es sollte die einzige Führung der Tigers bleiben.

Mathias Czizsek wurde von Akil Gjakova ebenso mit Ippon auf die Matte geworfen, wie Christopher Wagner von Olympia-Bronzemedaillengewinner Shamil Borchasvili. Tatsuto Shima, Johannes Pacher und Marko Bubanja verloren ihre Kämpfe hingegen jeweils wegen des dritten Shidos (Strafwertung, bei der dritten ist der Kampf vorbei). 

Tigers kämpfen sich heran

Wels führte plötzlich mit 5:1. Es fehlten nur mehr drei Punkte auf den Titel. Movli Borchasvilli - Cousin der drei Welser Borchasvili-Brüder - hielt mit einem Ippon-Sieg die Minichance am Leben. Nach dem ersten Durchgang hieß es also 2:5 aus Perchtoldsdorfer Sicht. Tsjkadoea (Waza-Ari) und Shima (Shido) verkürzten zu Beginn der Rückkämpfe auf 4:5. Es war wieder spannend.

Czizsek lieferte Gjakova anschließend einen ausgeglichenen Kampf. Der Welser setzte sich mit 2:3-Shidos durch. Die Oberösterreicher waren damit wieder in der Spur. Shamil Borchasvili warf Perchtoldsdorfs Bernd Fasching Ippon und auch Bruder Wachid beendete seinen Kampf gegen Pacher vorzeitig.

Bubanja mit Ausrufezeichen

Wachid Borchasvili lief jubelnd zur Betreuerbank. Der Welser Meistertitel war unter Dach und Fach. Tigers-Kämpfer Bubanja sorgte im vorletzten Kampf noch für ein echtes Highlight. Gegen den Welser Varlam Liparteliani (dreifacher Weltmeister, dreifacher Europameister und Olympia-Silbermedaillengewinner) holte er einen Ippon-Sieg. Movli Borchasvilli stellte den 6:8-Endstand her.

"Jede Serie geht einmal zu Ende. Ich gratuliere Wels, die machen eine großartige Arbeit", gab sich Tigers-Mastermind Thomas Haasmann als fairer Verlierer: "Wir haben eine Mannschaft im Hintergrund, bei der alle Jahrgang 2000 oder jünger ist. Wir haben in der Südstadt und im Verein eine unglaubliche Talenteschmiede. Die stehen alle in den Startlöchern. Wir werden wieder angreifen."