Vormarsch: Szihn knackte erstmals Sieben-Meter-Marke. Samuel Szihn pulverisierte beim Erima Indoor Meeting einen Vereinsrekord und hat nun U20-Rekord im Visier.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 24. Januar 2018 (02:09)
Sprung ins Glück. Samuel Szihn lieferte beim Indoor Meeting im Ferry-Dusika-Hallenstadion eine Top-Leistung ab.
NOEN, ULC Mödling

Die Leichtathletik-Saison ist noch jung, dennoch gab es für den ULC Riverside Mödling schon die erste Sensation zu bejubeln.

Verantwortlich dafür war Samuel Szihn, der beim Erima Indoor Meeting in Wien ein Ausrufezeichen setzte. In der vergangenen Saison konnte Szihn das erste Mal die Sieben-Meter-Marke (7,03) im Weitsprung knacken, beim Indoor Meeting legte der Mödlinger Athlet noch einiges drauf. Nachdem Szihn bei den ersten drei Versuchen an seine bisherige Bestleistung herankam, staunte er beim 4. und letzten Versuch umso mehr, als er auf die Anzeigetafel blickte. Da standen satte 7,36 Meter – der bisherige Vereinsrekord Mödlings wurde somit um 28 Zentimeter nach oben geschraubt. Szihn konnte es selbst kaum glauben: „Diese Weite hätte ich im Jänner noch nicht erwartet, damit kann man mehr als zufrieden sein.“

Viele Bestleistungen über 200 Meter

Jedenfalls machte der Vereinsrekord Lust auf mehr, jetzt hat Szihn zumindest den U20-Hallenrekord im Visier. Der wird von niemand Geringerem als Dominik Distelberger – derzeit Österreichs bester Zehnkämpfer – gehalten und liegt bei 7,37. Noch etwas außer Reichweite ist ein weiteres Ziel: das Limit für die U20-WM. „Das liegt bei 7,55 Meter und ist in diesem Jahr vielleicht noch etwas zu weit gegriffen“, meint der 17-Jährige. Neben Szihn gab es aber auch andere starke Leistungen. Leonie Springer näherte sich über 60 Meter Hürden mit 8,90 Sekunden dem ULC-Vereinsrekord (8,81). Markus Fuchs gewann den 60-Meter-Sprint in 6,81 Sekunden. Zudem gab es für Pauline Leger drei persönliche Bestleistungen (60 und 200 Meter sowie im Hochsprung).

In Rekordlaune präsentierten sich die ULC-Athleten vor allem über 200 Meter. Leonie Tasch blieb zum ersten Mal überhaupt unter der 27-Sekunden-Marke (26,87). Persönliche Bestleistungen liefen auch Amelie Brunner (27,01) sowie Lukas Stuchetz (24,21) und Thomas Frenkenberger (24,51). William Obiagwu brach seinen Hausrekord (23,07).