Meister gastiert in der Südstadt. Auf die Austria wartet am Samstag im Rennen um die Europacup-Teilnahme eine unangenehme Hürde: Admira Wacker Mödling, derzeit zweitbestes Frühjahrsteam, wird dem noch amtierenden Meister alles abverlangen.

Erstellt am 21. März 2014 (11:32)
NOEN, Collage Bruckmüller
Die Südstädter können zum Auftakt des letzten Saisonviertels gegen den entthronten Titelverteidiger befreit aufspielen, denn der Klassenerhalt dürfte spätestens seit einer Woche unter Dach und Fach sein. Durch das 3:0 gegen Wr. Neustadt beträgt der Vorsprung der Admira auf Schlusslicht Wacker Innsbruck schon neun Punkte.

Coach will verfrühte Klassenerhalts-Euphorie verhindern

Trotzdem warnte Trainer Walter Knaller vor verfrühter Euphorie. "Wir müssen sehr konzentriert bleiben, es kann alles sehr schnell gehen. Im schlechtesten Fall sind wir am Mittwoch nur noch drei Punkte vorne", warnte der frühere Goalgetter.

Knaller gab sich aber zuversichtlich, dass sich der Polster auf Wacker Innsbruck vergrößert. "Wir gehen wie immer ins Spiel, um zu gewinnen - und das ist keine Worthülse. Wir wissen, dass die Austria das größere Kaliber ist, doch wir haben trotzdem unsere Chancen. Das ist eine machbare Aufgabe, auf die wir uns freuen", erklärte der Admira-Betreuer.

"Wir haben uns zuletzt so weit herangetastet, dass wir das Gefühl haben, jeden schlagen zu können." Über die Austria sagte der Ex-Teamspieler: "Sie spielt momentan sicher unter ihren Möglichkeiten, ist aber auf dem Weg, sich zu finden."

Spitzenspiel: Wiener Violette zuletzt fünf Partien unbesiegt

Aus Knaller spricht das Selbstvertrauen nach zuletzt sieben Heimspielen in Folge ohne Niederlage. Der Tabellendritte Austria wiederum reist mit der Referenz von fünf ungeschlagenen Partien en suite in die Südstadt, wo ein weiterer Schritt Richtung Europa-League-Qualifikation gelingen soll. "Es wird ein schwieriges Spiel, weil die Admira gut in Form ist. Aber auch wir sind gut drauf", betonte Trainer Herbert Gager.

Der Nachfolger von Nenad Bjelica erwartet im Kampf um die Europacup-Plätze eine äußerst enge Entscheidung. "Es wird bis zum Ende spannend sein, alles ist ganz eng beisammen. Mit zwei Niederlagen kann man gleich Fünfter oder Sechster, mit zwei Siegen aber auch Zweiter sein", meinte Gager.