Millonig-Schwestern: Rekorde pulverisiert. Lena und Julia Millonig vom ULC Riverside Mödling lieferten beim Run & Jump Hindernistag traumhafte Leistungen ab.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 19. Mai 2015 (09:32)
Jubelfaust. Lena Millonig (Bild) pulverisierte genauso wie Schwester Julia einige Rekorde. Julia Millonig knackte zudem das Limit für die diesjährigen Europameisterschaften.
NOEN, ULC

Tolle Kulisse im BSFZ Südstadt. Bereits nach den ersten sechs Altersklassen und vier Landesmeisterschaftsbewerben standen 1 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze und 3 weitere Platzierungen auf der Bilanz des ULC Riverside Mödling. Danach ging es aber erst richtig los

Es erfolgte der Startschuss zum 2.000 Meter Hindernislauf der weiblichen U18-Klasse. . Lena Millonig hatte bereits vor dem Rennen das Limit für die U18-Weltmeisterschaften (7:14,00 Minuten) als ihr Ziel ausgegeben. In ihrem Sog wollte Katharina Pesendorf (SVS-Leichtathletik) das Limit für das EYOF (European Youth Olympic Festival) unterbieten. Mit dem Startschuss setzte sich Lena Millonig an die Spitze und drehte „einsam“ ihre Runden. Nach einem starken Temporennen, durfte Lena nach 2.000 Metern und 6:50,09 Minuten die Arme in die Höhe reißen.

Die junge Athletin blieb satte 24 Sekunden unter der geforderten Marke, verbesserte ihren eigenen österreichischen Rekord der U18 und darüber hinaus auch den Vereinsrekord um zehn Sekunden. Dahinter lief auch Pesendorfer ein starkes Rennen, dass aufgrund von Lenas Leistung etwas unterging. Im Ziel folgte dann sowohl für Ahtletin als auch Trainerin die Überraschung. Auch Pesendorfer blieb in 7:13,68 Minuten unter dem U18-WM-Limit.

Nur 15 Minuten nach der U18-Klasse fiel der Startschuss für die U20-Mädchen und die Frauen über 3.000 Meter Hindernis. Auch hier stand wieder ein Limitversuch im Vordergrund. Die ältere Schwester von Lena Millonig, Julia, die schon an U20-EM und -WM teilgenommen hatte, versuchte in ihrem ersten U23-Jahr das Limit (10:35,00 Minuten) für die diesjährigen Europameisterschaften im estischen Tallinn zu knacken.

Bei Julia Millonig ging es etwas härter zur Sache, da ihre Bestleistung noch außerhalb des Limits lag – es galt diese um drei Sekunden zu steigern. Julia Millonig lief vom ersten Meter an ihr eigenes Rennen: Es sah gut aus. Vor der letzten Runde war klar, dass nur noch ein Sturz das Limit verhindern konnte. Alle Hindernisse klappten und am Ende stand eine Zeit von 10:27,65 Minuten zu Buche. Wie auch Lena unterbot Julia Millonig das Limit deutlich, steigerte ihren eigenen österreichischen Rekord und Vereinsrekord der U23-Klasse um knapp zehn Sekunden.

Nach zwei beeindruckenden Limitläufen von den Millonig-Schwestern rundete Mario Weiß mit einer goldenen Medaille über 3.000 Meter Hindernis den höchst erfolgreichen Tag ab.