Nächster Schritt. First Miles Kart-Asse Hofer und Wishofer waren auch im Formelwagen der Lechner Racing School Trumpfkarten.

Von Sven Förster. Erstellt am 28. Oktober 2014 (11:35)
NOEN, ZVG
Mit viel Schwung kommt der Formel Renault Bolide aus der engen Schickane, einer der Schlüsselstellen des traditionsreichen Wachaurings in Melk. Doch plötzlich bricht das Heck des Rennwagens aus, ein Dreher scheint unvermeidlich.

„Das ist besonders heikel. Man nennt es Snap Oversteer“, erklärt Robert Lechner, Besitzer des kostspieligen Gefährts und Leiter der gleichnamigen Rennfahrer-Schule, wenige Minuten später — und das ganz entspannt, denn: Passiert ist letztendlich nichts. Der Pilot reagierte goldrichtig, fing das Fahrzeug ab und erzielte tags darauf mit die schnellsten Rundenzeiten des Wochenendes. Die Rede ist von Mick Wishofer, Neuzugang im Mödlinger Förderverein First Mile und erstmals unter professioneller Anleitung in einem Formelwagen unterwegs.

Prädikat schnell: „Guru“ Lechner ist begeistert 

„In Zusammenarbeit mit Michael Siedler von der Speed World Academy konnten wir dieses zweitägige Training mit der Lechner Racing School auf die Beine stellen“, erklärt First Miles Maximilian Knechtel .

Auch Wishofers Teamkollege Max Hofer nahm in den rund 140 PS starken Fahrzeugen Platz, zeigte sich nach den ersten Runden begeistert: „Die Leistung macht zusammen mit dem geringen Fahrzeuggewicht unglaublichen Spaß. Eine solche Rennserie ist es, wo ich hinwill.“ Aktuell liegt der Fokus des 15-Jährigen noch auf dem Kartsport, wo er im heurigen Jahr den Titel in der Rotax Max Junior-Serie an Land zog.

Den zweiten Rang holte Stallgefährte Wishofer, der sich bei aller teaminternen Freundschaft auch mit dem Platz an der Sonne anfreunden hätte können: „Einmal wurde ich rausgeschoben. Ohne diesen Zwischenfall wäre es vielleicht nochmal spannend geworden.“ Die Chance zur Revanche bekommt er auf großer Bühne: Beide First Mile-Athleten sind für das Kart-Weltfinale im spanischen Barcelona qualifiziert. Danach wird wohl der Formel-Sport Schritt für Schritt in ihr Leben treten. „Sie haben beide das Zeug, es weit zu bringen“, attestiert Lechner.