Noch immer keine Vorentscheidung. Im Derby hätte der Abstiegskampf entschieden werden können. Am grünen Tisch ist der Klassenerhalt sicher.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 19. Mai 2015 (10:01)
Meisterteller in der Südstadt. Sportlich ist der Titel in weiter Ferne, zum bewundern gab es den neuen Meisterteller der Bundesliga im Zuge einer Präsentations-Tour aber dennoch vor dem Stadion. Philipp Eckhardt (r.) von der Bundesliga und Dominik Feiks passten auf.
NOEN, Foto: Wastl

Der von der Admira initiierte „Red Day“ war durchaus gelungen. Schon eine Stunde vor Spielbeginn „staute“ es sich vor den Kassen der BSFZ-Arena. 8.219 Zuseher: Das gab es in Maria Enzersdorf schon lange nicht mehr.

Doch abseits der Kassen blieben Sturm und Drang aus. Die Admira wagte sich trotz der überragenden Unterstützung nicht über den Tellerrand. „Natürlich wollten wir einen Sieg“, so Ex-SCWN-Akteur und Admira-Keeper Jörg Siebenhandl. „Beide Trainer haben sicherlich versucht den Druck von der Mannschaft zunehmen“, erklärt Trainer Oliver Lederer, „dass dürfte aber nicht so prickelnd gelungen sein.“ Dennoch: Die Admira behält den Vorsprung inklusive besserer Tordifferenz. Ein komfortabler Polster  – aber kein Garant für den Klassenerhalt. Schon morgen, Mittwoch (20.30 Uhr) geht es gegen die Austria. Die Violetten sind nach der 1:4 Derby-Pleite schwer angeschlagen. Generell sieht Siebenhandl keine unlösbare Aufgabe kommen.

Admira hat Lizenz  in der Tasche

„Es kommt ein Gegner in Reichweite“, so der Keeper, „zu diesem Zeitpunkt der Saison lügt die Tabelle nicht mehr.“ Die „Veilchen“ rangieren derzeit nur auf Platz sieben, wurden in dieser Saison ihren Ansprüchen keineswegs gerecht. Dennoch mahnt Lederer vor Übermut: „Als Tabellenneunter über eine günstige Auslosung zu reden, wäre vermessen.“ Nach der Austria kommt noch Sturm Graz, dann geht es nach Grödig.

Einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt hat die Admira aber getätigt: Die Südstädter erhielten nach Protest die Lizenz für die Saison 2015/2016 in zweiter Instanz. Nachdem diese zunächst aufgrund der fehlenden Trainer-Lizenz von Oliver Lederer verweigert wurde, konnte durch die Nominierung von Ernst Baumeister als Chefcoach Abhilfe verschafft werden. Ob Baumeister tatsächlich kommende Saison auf der Bank Platz nehmen wird, steht noch in den Sternen. Baumeisters jetziger Verein in der Burgenlandliga – der ASV Drassburg  – dürfte aber bereits auf der Suche nach einem Nachfolger sein.