Fast 77.000 Stimmen für die Sportler im Bezirk. Landessiegerin Claudia Wess hatte im Bezirk nur knappen Vorsprung. Maciej Kolodziejczyk gewann bei den Herren.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 04. März 2021 (10:19)

Die Sportlerinnen aus dem Bezirk Mödling gehören zu den besten und beliebtesten in ganz Niederösterreich. Das zeigt sich Jahr für Jahr bei der NÖN-Sportlerwahl. Im Vorjahr holte Vielseitigkeitsreiterin Katharina Luschin (RC Wildegg) landesweit die meisten Stimme und auch heuer brachte mit Handballerin Claudia Wess (Hypo NÖ) erneut eine Sportlerin die große, goldene Trophäe in den Mödlinger Bezirk. Wess hatte dabei mit ihren 27.950 Stimmen fast genau so viele wie „Vorgängerin“ Luschin, die es im Vorjahr auf 28.806 brachte. Allerdings war das Voting-Rennen im Bezirk trotz der unglaublichen Zahlen von Wess richtig eng. Brunns Gewichtheberin Bettina Amerstorfer brachte es auf 27.469 Stimmen. Es fehlten also nicht einmal 500 Stimmen auf den Bezirks- und Landes-Titel.

Während Wess im Covid-bedingt kleinen Rahmen in St. Pölten ausgezeichnet wurde, sah Maciej Kolodziejczyk, NÖN-Sportler des Jahres im Bezirk Mödling, bisher nur ein Foto seiner Siegerplakette. Das Tischtennis-Ass aus Wiener Neudorf war zuletzt beim internationalen Turnier in Doha (Katar) im Einsatz. „International war wegen Covid sehr wenig los. Mit sehr wenig meine ich eigentlich gar nichts. Das Turnier in Katar war das erste seit einem Jahr für mich“, berichtet Kolodziejczyk, der sich in der ersten Runde dem Kroaten Frane Kojic geschlagen geben musste. Nach seiner Rückkehr nach Österreich die „echte“ Sportlerwahl-Plakette überreicht bekommt.

Wofür er diese erhielt? Für richtig gute Leistungen für Stockerau in der heimischen Bundesliga. Dort rangiert Kolodziejczyk immer noch unter den Top Ten der Weltrangliste, feierte unter anderem auch einen Sieg gegen den slowakischen Linz-Legionär Lubomir Pistej (Weltranglistenplatz 54). Der Tischtennisspieler wurde dem 20-Jährigen in die Wiege gelegt. Vater Wojcech spielt für Wiener Neudorf, auch Mama und Bruder stehen an der Platte. „Tischtennis war immer schon Thema in unserer Familie. Wir schauen aber auch gerne Fußball, Basketball und Tennis. Also im Großen und Ganzen interessieren uns viele Sportarten“, erzählt Kolodziejczyk, dessen Herz aber eben am meisten für den kleinen weißen Ball schlägt: „Ich liebe diesen Sport.“

Eine Liebe, die ihm bei der NÖN-Sportlerwahl 8.020 Stimmen einbrachten und damit einen komfortablen Vorsprung auf den zweitplatzierten Segler Toni Messeritsch (6.339). Insgesamt wurden im Bezirk 76.818 Stimmen für die fünf nominierten Sportlerinnen und fünf nominierten Sportler abgegeben.