Olympia-Quali bei Südstädter Rekordflut. Marlene Kahler schwamm bei ungarischer Meisterschaft Norm für Tokio 2020. Lena Grabowski brach nationale Rekordmarke.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. April 2019 (03:10)
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Lena Grabowski (2.v.r.) holte in Debrecen die Bronzemedaille über 200 Meter Rücken. Mit ihr auf dem Podest stand Olympionikin Katinka Hosszu (l.).

Die Südstädter Schwimmer nutzten die schnellen Verhältnisse im Wasser von Debrecen eiskalt aus und sorgten so bei der offenen ungarischen Meisterschaft für einige rot-weiß-rote Rekorde.

Allen voran schwamm ÖLSZ-Schülerin Marlene Kahler (17) zu Topzeiten. Über 800 Meter Kraul wurde sie Zweite hinter Vize-Europameisterin Anja Kesely. Mit 8:38,55 Minuten bestätigte Kahler das A-Limit für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Gwangju (Südkorea). Über 1.500 Meter setzte Kahler noch eins drauf – mit 16:31,80 sorgte sie nicht nur für einen österreichischen Junioren-Rekord, sondern löste ebenfalls als erste heimische Schwimmerin die Limitvorgabe für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Für einen österreichischen Rekord sorgte auch Lena Grabowski über 200 Meter Rücken. Kahlers Schulkollegin schlug in 2:12,49 Minuten an, verbesserte damit die bisherige Bestmarke von Olympiastarterin Jördis Steinegger um mehr als acht Zehntel. Die Burgenländerin holte bei den ungarischen Meisterschaften Bronze. Am Podest stand übrigens Katinka Hosszu neben ihr – immerhin dreifache Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Mit Nina Gangl schwamm eine dritte ÖLSZ-Athletin zu einem Rekord: Für 50 Meter Kraul brauchte sie 25,84 Sekunden, blieb damit vier Zehntel unter der Norm für die Junioren-WM. Der neue österreichische Junioren-Rekord bedeutete auch Bronze bei den ungarischen Meisterschaften.

Sebastian Giefing sprang in Debrecen für die SU Mödling ins Wasser. Er drückte über 200 Meter Delfin den von ihm gehalten Ö-Jugend-Rekord auf 2:07,56 Minuten.