Union als Sieger im Drama-Derby. Nach Siegen über Vienna und dem Lokalrivalen Brühl steht Union Mödling auf Rang drei der 2. Damen Bundesliga.

Von Max Kolodej. Erstellt am 09. Juni 2021 (00:01)

„Ich erwarte mir wieder eine enge Partie. Nach den Einzeln wird es wahrscheinlich 3:2 oder 2:3 stehen und es wird aufs Doppel ankommen“, prophezeite Union-Mannschaftsführer Wolfgang Buberl schon vor dem diesjährigen Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen eine Nervenschlacht. Und Buberl sollte mit seiner Prognose auch diesmal recht behalten.

Mit zwei knappen Siegen per Match-Tie-Break (Dshandshgava gegen Rothensteiner (10:7) und Buchleitner gegen Karadzhaeva (12:10) ging Union mit einer 3:2-Führung in die Doppelbegegnungen. Auch dort sollte es noch einmal äußerst knapp zugehen: Auch beim Duell zwischen Dshandshgava/Enache gegen Rothensteiner/Tavcar musste ein Champions-Tie-Break für die Entscheidung sorgen. Und zum dritten Mal an diesem Nachmittag setzten sich die Damen des Heimteams, diesmal mit 10:6, durch. „Im fünften Einzel haben wir sogar Matchbälle gegen uns gehabt und unsere Spielerin (Buchleitner), die letztes Jahr noch beim BMTC gespielt hat, hat abgewehrt und das Spiel noch gewonnen. Das war natürlich mal wieder ein absolutes Highlight, dafür hat man solche Bezirksduelle“, jubelte Buberl nach dem wiederholten Derbysieg aus der Spielzeit 2020.

Ein weiterer Sieg gegen die Vienna in der vergangenen Woche brachte die Buberl-Damen sogar auf Rang drei in der Tabelle – Gedanken an einen möglichen Aufstiegsplatz möchte Buberl allerdings keine verlieren: „Das ist momentan für uns keine Option. Dann müssten wir wieder zwei, drei Spielerinnen austauschen und das würde keiner wollen.“ Platz zwei wäre also für den Mannschaftsführer das Traumergebnis dieser Saison. Einen weiteren Schritt in diese Richtung könnte Union bereits am kommenden Wochenende machen, wo sich die Mödlingerinnen gegen den noch sieglosen Tabellenletzten aus Rainbach durchaus Chancen auf den dritten Sieg in Folge ausrechnet. Für die Damen vom TC-Brühl, die dieses Wochenende ihre Kräfte neu auftanken konnten, geht es hingegen gegen Stockerau darum, die Niederlage gegen den Lokalrivalen vergessen zu machen.