Top Drei verpasst. Michael Weiss konnte nur durch eine Knieverletzung an einem Stockerlplatz beim Ironman 70.3 in St. Pölten gehindert werden.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 19. Mai 2015 (09:34)
NOEN, zvg

Groß waren Erwartung und auch Zuversicht für Michael Weiss beim 9. Ironman 70.3 in St. Pölten. Bereits im vier Uhr früh begann der Rennsonntag für den 34-Jährigen, drei Stunden später ging es unter perfekten Bedingungen los.

Die Devise lautete, beim Schwimmen nicht zuviel Zeit zu verlieren und am Rad voll anzugreifen. Michael Weiss absolvierte die 1,9 km Schwimmen im Viehofner und Ratzersdorfer See in 28:11 Minuten, stieg als 14. aus dem Wasser. „Ich habe leider wieder den Anschluss an die Gruppe verpasst und bin relativ viel alleine geschwommen“, so Weiss, „dennoch bin ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden.“ Zum Vergleich: Im letzten Jahr war der Gumpoldskirchner noch 46 Sekunden langsamer. Im Anschluss startete Weiss die „traditionelle“ Aufholjagd und stieß mit der drittschnellsten Zeit bei den 90-Rad-Kilometern auf Rang drei vor. „70.3 und Ironman sind zwei Paar Schuhe, auf der Halbdistanz holt man einen Rückstand nicht so leicht auf“, meinte Weiss.

Ehrgeiz muss sich  Gesundheit beugen

Nach 2:41:26 Stunden ging der dreifache Ironman-Sieger auf den abschließenden Halbmarathon - dicht gefolgt von Jan van Berkel, mit dem er sich in den nächsten 1:12 Stunden ein packendes Duell um Platz 3 lieferte. Drei Kilometer vor dem Ziel musste Weiss den Kampf aber aufgeben. Die Knie-Verletzung von Aix-en-Provence, meldete sich in einer „Light-Version“ zurück. „Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe Tempo rausgenommen. Die Saison ist noch lang und ich wollte kein Risiko eingehen“, ließ der Profi die Vernunft siegen.

3:56:56 Stunden nach dem Start kam Weiss als Vierter ins Ziel, der Sieg ging wie schon beim 70.3 Pays d’Aix vor zwei Wochen an Andreas Böcherer aus Deutschland. Die Mission Heimsieg hat der Niederösterreicher aufgeschoben, nicht aufgehoben: „Jetzt war ich in St. Pölten Zweiter, Dritter und Vierter, vielleicht klappt es ja beim zehnjährigen Jubiläum im nächsten Jahr mit dem ersten österreichischen Sieg.“

Hintergrund

Michael Weiss ist Triathlon-Profi aus Gumpoldskirchen. Der 34-Jährige durfte sich bisher über drei Ironman-Titel freuen.

In St. Pölten ging Weiss mit der Startnummer eins ins Rennen und peilte einen Sieg bei der 9. Auflage des Ironman 70.3 an. Allerdings konnte der Gumpoldskirchner aufgrund einer zuletzt zugezogenen Knieverletzung nicht aufs Ganze gehen. Am Ende schaute dennoch ein stolzer vierter Platz heraus.

Die nächste Untersuchung wird Aufschluss geben, wann und wo Michael Weiss die Saison fortsetzt. Hinter dem geplanten Start beim 70.3 Pescara steht ein Fragezeichen. Bis zum nächsten Saison-Höhepunkt, dem Ironman Austria, sind es sechs Wochen.