Michael Weiss: In der Heimat weiter nicht zu schlagen. Unter besonderen Umständen feierte Michael Weiss seinen dritten Ironman-Sieg auf heimischem Boden in diesem Jahr.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 29. August 2018 (02:50)
Apa/Expa/Groder
Im Freudentaumel. Michael Weiss feierte in Zell am See seinen nächsten Erfolg auf heimischem Boden.

Drei aus drei: Michael Weiss hat es geschafft. Der Gumpoldskirchner gewann mit dem Ironman 70.3 in Zell am See auch den dritten Ironman auf heimischem Boden. Mit den Premierensiegen beim Ironman 70.3 in St. Pölten sowie dem Ironman Austria-Kärnten siegte der 37-Jährige somit bei allen Ironman-Bewerben, die es in Österreich zu gewinnen gibt.

Doch nicht nur der Sieg, auch die Umstände machten das Rennen für Weiss besonders. Denn aufgrund von Schneefall (!) am Hochkönig entschieden sich die Veranstalter dazu, aus Sicherheitsgründen den Radbewerb zu streichen. Somit ging es nach den 1,9 Kilometer Schwimmen gleich auf die Laufdistanz. „Mein Gesicht war zu Beginn sicher schmerzverzerrter als am Schluss“, beschreibt Weiss den „ruckartigen“ Umstieg auf die Stoßbewegungen. Doch Weiss ging ein hohes Tempo, blies zur Aufholjagd. Bei Kilometer 15 (von 21,1) übernahm der fünffache Ironman-Sieger die Führung und gab diese nicht mehr her, siegte in 1:36:14 Stunden 52 Sekunden vor Andreas Giglmayr. Dritter wurde der Ungar Laszlo Tarnai (2:12).

70.3-WM in Südafrika der nächste „Stopp“

„Mit einem Radbewerb hätte ich, wenn alles nach Plan gelaufen wäre, wahrscheinlich noch überlegener gewonnen“, resümierte Weiss, der sich damit gleichzeitig das Ticket für die Ironman 70.3-WM 2019 sicherte. Die diesjährige 70.3-WM findet bereits kommenden Sonntag in Südafrika statt – und Weiss ist mit von der Partie.

„Ich bin so locker wie nie zuvor, alles was jetzt noch kommt, ist Draufgabe“, macht sich Weiss nicht zu großen Druck – ohne dabei die Zielsetzung zu vernachlässigen: „Die Top Ten habe ich auf jeden Fall drauf, an einem super Tag wo ich alles abrufen kann, ist eine Top-Platzierung möglich.“

Und auch wenn Weiss aktuell in der Form seines Lebens performt, sieht der Triathlon-Routinier noch immer Luft nach oben: „Ich kenne meine Höchstform, sobald ich die abrufe, bin ich Weltspitze. Ich habe die Form, glaube aber, dass ich noch einen draufsetzen kann.“