Erstellt am 21. August 2013, 00:00

Weltrekord in Russland. Radsport / Andreas Sachs und sein Team nach 13 Tagen, zwei Stunden und 59 Minuten im Ziel. Insgesamt absolvierten die vier Biker 9.208 Kilometer von Moskau nach Wladiwostok.

Mission erfolgreich beendet. Andreas Sachs, Robert Lang, Michael Strasser und Walter Zelenka im Ziel.privat  |  NOEN
Von Stefanie Riegler

Das dritte Weltrekordprojekt von Andreas Sachs „Race Across Russia 2013“ wurde erfolgreich beendet. Die vier Radfahrer Andreas Sachs, Robert Lang, Michael Strasser und Walter Zelenka absolvierten 9.208 Kilometer von Moskau nach Wladiwostok in 13 Tagen, zwei Stunden und 59 Minuten. Der Startschuss fiel am 1. August am roten Platz in Moskau.

Polizeiliche Begleitung im europäischen Teil 

Das Team wurde im europäischen Teil durch die Städte Yaroslavl, Kastrama, Kirov und Perm von der lokalen Polizei begleitet und überquerte am dritten Tag den Ural. Weiter ging es durch Sibirien über Kansk nach Irkutsk am Baikalsee. Mit vielen Baustellen und schlechten Straßenverhältnissen war dies der schwerste Teil der Strecke. Über die mongolische Grenze radelten die vier Extremsportler weiter nach Chita Richtung Chabarovsk. Auf der 2.000 Kilometer langen, neu gebauten Amurstraße waren einige Teile vom Hochwasser beeinträchtig. Der Abschnitt nahm drei Tage in Anspruch. In der Kleinstadt Ussurisk fand der letzte Fahrerwechsel statt. Der letzte Abschnitt forderte den Fahrern aufgrund einer Dauerbaustelle, schlechten Straßenverhältnissen und Regen alles ab. Trotz der großen Strapazen radelten die vier Extremsportler am 14. August um 14 Uhr Ortszeit am Unicampus in Wladiwostok über die Ziellinie. „Es ist überraschend problemlos verlaufen, wir hatten keine Unfälle“, erzählt Andreas Sachs. Nach ausgiebigem Feiern sind die vier Weltrekordler Montagabend in Wien gelandet. Schmerzen verspürt der Gießhübler keine: „In der zweiten Woche hat sich der Körper daran gewöhnt, wir hatten tägliche Massagen.“ Michael Strasser ist sogar so motiviert, dass er am kommenden Wochenende an einem Ironman teilnimmt. Die Planung des Projekts nahm eineinhalb Jahre in Anspruch. Unterstützt wurde Andreas Sachs von Organisator Bruck Consult und der russischen Firma Most Management. Die Fernsehanstalten Russia Today, NTV plus und die lokalen Zeitungen berichteten mehrmals ausführlich.

Das nächstes Projekt: Race across Europe 

Sachs: „Die Bevölkerung war so gut informiert, wir hatten in allen Millionenstädten große Empfänge, die Leute standen am Straßenrand und haben uns angefeuert.“ Das Begleitteam bestehend aus 16 Mitgliedern trug ebenfalls zum Erfolg bei. In jedem der fünf Autos saß mindestens ein russisch sprechendes Teammitglied. „Es war am Anfang schwierig, die Leute in Russland dafür zu gewinnen, weil keiner dran geglaubt hatte.“ In zwei Jahren möchte Sachs beim Race Across Europe mitmachen: „Vorausgesetzt, meine Frau gibt mir das OK.“