Alle Augen auf die Kaiser-Schwestern. Im Spiel zwischen Hypo Niederösterreich und dem ZV Wiener Neustadt geht es nicht nur für beide Teams um viel.

Von Max Kolodej. Erstellt am 14. Februar 2018 (02:30)
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Schwesternduell. Stefanie- (l.) und Viktoria (r.) Kaiser, müssen ihr gutes Verhältnis kommendes Wochenende für 60 Minuten hinten anstellen.

Nach den überraschenden Cup-Niederlagen von Hypo Niederösterreich (Stockerau) sowie dem ZV Wiener Neustadt (Eggenburg) geht es für beide Teams im direkten Aufeinandertreffen um Rehabilitation.

Für zwei Spielerinnen hat diese Begegnung aber noch eine zusätzliche Brisanz, denn kommenden Samstag stehen sich mit Viktoria Kaiser und Stefanie Kaiser zwei Schwestern seit Langem wieder auf dem Spielfeld gegenüber. Ein Duell auf das vor allem die Jüngere der beiden, Viktoria, mit gemischten Gefühlen zurückblickt: „Ich kann mich noch an das Cup-Finale 2014 erinnern, habe es aber verdrängt“, so Viktoria über die 14:40-Finalniederlage von damals.

Von Ehrfurcht kann aber laut Viktoria in Wiener Neustadt keine Rede sein: „Hypo ist nicht mehr das, was es damals war. Vor zwei Jahren waren wir schon auf minus eins dran. Ein Sieg ist jedenfalls nicht unmöglich.“

„Wie eine beste Freundin für mich“

Während Viktoria Kaiser also voll auf Angriff setzen kann, heißt es für Stefanie und ihre Kolleginnen von Hypo endlich wieder Ruhe einkehren zu lassen: „Druck ist natürlich da, aber wir sollten in der Lage sein damit umgehen zu können. Nach ihrem Cup-Aus sind unsere Situationen ähnlich“, so Stefanie Kaiser.

So angespannt man auf kommendes Wochenende auch blicken mag, so entspannt ist das Verhältnis privat: „Wir haben ein sehr, sehr gutes Verhältnis“, schwärmt Stefanie über ihre Schwester, die sogar noch weiter geht: „Bei uns ist es nicht wie bei Schwestern, sondern wie zwischen besten Freundinnen.“

Da ist es nur logisch, dass für Beide eine gemeinsame sportliche Zukunft denkbar wäre: „Das will ich unbedingt noch machen, gemeinsam mit ihr in einer Mannschaft zu spielen“, so Stefanie Kaiser über eine gemeinsame sportliche Zukunft, die für Schwester Viktoria sogar die Erfüllung eines Traumes wäre: „Gemeinsam mit Steffi im Team zu sein ist mein Traum, seit ich Handball spiele.“

Bis es so weit ist, werden die schwesterlichen Nettigkeiten allerdings außerhalb der Halle stattzufinden haben.