Wieder „Triple“ für Markus Fuchs. Die Sprinter des ULC Riverside Mödling, allen voran Markus Fuchs, waren bei den Staatsmeisterschaften in Top-Form

Erstellt am 12. Juli 2017 (01:59)
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Mödlinger Sprintasse: Markus Fuchs, der bei den Staatsmeisterschaften das „Triple“ holte, mit Vereinskollege Andreas Meyer.

Mit einer kleinen aber feinen Delegation ging der ULC Riverside Mödling bei den Staatsmeisterschaften auf der Linzer Gugl an den Start. Herausragender Athlet des Wochenendes war einmal mehr Markus Fuchs. Der schnellste Österreicher der vergangenen beiden Jahre konnte das prestigeträchtige Sprint-Triple bestehend aus 100 Meter, 200 Meter und 4x100 Meter gewinnen, wiederholte somit diesen Erfolg.

Bereits im Vorlauf zauberte der 21-Jährige starke 10,44 Sekunden auf die blaue Linzer Bahn. Ebenso für das Finale konnte sich Andreas Meyer qualifizieren. Meyer benötigte 10,92 Sekunden. Im Finale drehte der Wind etwas – den Athleten blies eine leichte Brise entgegen. Fuchs kam mit einem sehr flüssigen Lauf in 10,45 Sekunden als einziger Athlet annähernd an seine Vorlaufzeit heran und sicherte sich bereits seinen dritten Titel über die 100-Meter-Strecke. Meyer lief in 11,04 Sekunden zu einem ebenso erfreulichen vierten Platz.

ULC-Sprinter so schnell wie nie zuvor

Eine etwas überraschende Medaille heimste der erst 16-jährige Samuel Szihn ein. Im Weitsprung herrschten an diesen Wettkampftag sehr wechselnde Bedingungen, Szihn ließ sich davon nicht beirren und sprang im dritten Versuch mit 7,03 Meter erstmals bei regulären Bedingungen über sieben Meter. In der Endabrechnung bedeutete das Silber – und das bei der Staatsmeisterschaftspremiere.

Für die erste Medaille des zweiten Tages sorgte Alexander Dengg. Seine ersten fünf Höhen nahm Dengg allesamt im ersten Versuch, erst bei 2,00 Metern war Endstation. Nachdem ein anderer Konkurrent ebenso alle gesprungenen Höhen im ersten Versuch meisterte, kam es zum Stechen. Beim „vierten“ Versuch über diese Höhe schaffte der Maria Enzersdorfer das Meisterstück und darf sich nun erstmals österreichischer Staatsmeister im Hochsprung nennen. Kurz danach eroberte Ylvi Traxler über 1.500 Meter die nächste Medaille. In einem typischen, sehr langsamen Meisterschaftsrennen wurde das Tempo erst 350 Meter vor dem Ziel drastisch erhöht. Traxler hatte Silber vor Augen, musste sich letztlich aber mit Bronze begnügen.

Für den krönenden Abschluss eines erfolgreichen ULC-Wochenendes sorgten dann wieder die Sprinter. Fuchs ging als Favorit in den 200 Meter Bewerb – das Ziel war nicht nur der Titel, sondern auch eine deutliche neue Bestleistung, hatten bis dato die Bedingungen noch nie wirklich gepasst. In der Kurve nutzte Fuchs seine Schnelligkeit aus und ließ die Konkurrenz schnell hinter sich. Eine souveräne Zielgerade – die Zeit blieb nach 21,24 Sekunden stehen. Später sollte diese Zeit noch auf die offizielle Zeit von 21,23 Sekunden korrigiert werden – ULC-Vereinsrekord, österreichische Jahresbestleistung, U23-EM-Limit. Meyer belegte erneut den vierten Platz.

Das Meisterstück schaffte eine Stunde später das 4x100-Meter-Quartett der Mödlinger. Levin Gottl, Fuchs, Meyer und Szihn waren nicht zu halten: Sie spulten die Runde so schnell wie nie zuvor ab – in 41,14 Sekunden. Auch hier sollte die Zeit nachträglich noch etwas korrigiert werden. Der neue Vereinsrekord steht seit diesen Meisterschaften somit bei 41,12 Sekunden. Auf den niederösterreichischen Rekord fehlten am Ende lächerliche neun Hundertstelsekunden.