Schagerl siegt erneut. Beim Staatsmeisterschaftsrennen zeigt der regierende Meister und Vorjahressieger erneut seine Klasse.

Von Ernst Klement und Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Juli 2019 (01:32)
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Ein einzigartiges Motorspektakel bot der Bergmeisterschaftslauf in Altlengbach den Fans. Die PS-Monster waren auf dem rutschigen Terrain aufgrund der ständigen Regenschauer nur schwer zu bändigen.

Einmal mehr hat Karl Schagerl seine Ausnahmestellung im österreichischen Bergmotorsport unterstrichen. Beim Staatsmeisterschaftslauf in Altlengbach siegte der regierende Champion wie schon im Vorjahr überlegen.

Mit seinem 700-PS-Boliden VW Golf Rallye TFSI-R deklasssiert er am Sonntag die Konkurrenz und siegtein 2:13,5 Minuten vor dem Kärntner Bernhard Gradischnig (2:17,7) sowie dem Niederösterreicher Andreas Stoltenberg (2:21,3).

Seit 2014 ist der Purgstaller ununterbrochen Bergstaatsmeister und auch heuer führt er die Bergmeisterschaftswertung wieder überlegen an. Altlengbach war die sechste Station der Titelkämpfe.

Der Obmann des MSC Altlengbach Laabental Helmut Haslinger organisierte wiederum eindrucksvoll mit seinem Team das Altlengbacher Bergrennen. Die Motoren dröhnten, mit über 200 Km/h ging es die 2,5 Kilometer lange Strecke hinauf auf der Großenbergstraße.

Neuer Asphalt sorgt für neuen Streckenrekord

„Wir haben extra die Strecke neu asphaltieren lassen, damit auch heuer beste Bedingungen für einen neuen Streckenrekord gegeben waren“, erklärt Haslinger. Die Rechnung ging auf, denn Schagerl pulversierte die alte Bestzeit. Bereits im Training fuhr er mit 1:02,20 eine sagenhafte Bestzeit.

Die 56 Boliden starteten in 23 Wertungsklassen, sodass es auch 23 Klassensieger gab. „Doch über allem strahlte Schagerl“, weiß auch Haslinger, der nur zwei Wermutstropfen nennt: „Die Lokalmatadore Thomas Preiser und Reinhard Bointner haben sich der Konkurrenz nicht gestellt und auch Frau war keine am Start.“ Thomas Preiser war anwesend und meinte zumindest für die Lokalmatadore entschuldigend: „Leider sind unsere Autos defekt und nicht mehr rechtzeitig fertig geworden.“

Die Rennen verliefen allesamt spektakulär, von Formel- bis historischen Boliden war alles zu sehen. Und es gab auch nur kleine Ausritte, die alle glimpflich verlaufen sind.

Altlengbachs Motorsportlegende und Dakar-Bezwinger Hermann Anzini brachte es auf den Punkt: „Die Organisatoren haben ein tolles Motorsportspektakel nach Altlengbach gebracht!“ Und einer Neuauflage im nächsten Jahr sollte auch nichts im Wege stehen.