Andreas Gstöttner ist neuer Rekordhalter. Der St. Christophener Andreas Gstöttner hat neuen österreichischen Rekord in der allgemeinen Klasse Indoor geschossen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Dezember 2017 (02:56)
privat
Der entthronte Rekordhalter Heribert Dornhofer (l.) und der „neue“ Andreas Gstöttner.

Mehr als perfekt startete der UBSC-Artemis-Schütze Andreas Gstöttner in die Hallensaison. Mit seinen 591 geschossenen Ringen verbesserte der 19-jährige Nationalteamathlet beim Advent-Turnier in Hartberg den alten österreichischen Rekord im Bogenschießen vom Steirer Heribert Dornhofer aus dem Jahr 2009 um drei Ringe.

„Mein neuer Bogen, den ich erst vor einigen Wochen bekommen habe und der bei diesem Turnier erstmals im Wettkampf zum Einsatz gekommen ist, trägt gibt mir mehr Sicherheit und ist hauptverantwortlich für den Turniersieg mit diesem überragenden Rekord“, freut sich Gstöttner. „Nach 297 Ringen im ersten Durchgang hatte ich schon den Rekord im Kopf, und mit 294 im zweiten Durchgang habe ich ihn realisiert“, war es für ihn nochmals besonders, dass er Dornhofer den Rekord ausgerechnet bei dessen Heimturnier entreißen konnte. Bei Indoor-Events stehen zwei Durchgänge mit je zehn Passen mit drei Pfeilen (60 Pfeile) auf 18 Meter am Programm, die maximale Ringzahl beträgt 600.

„Ich hatte ein super Gefühl, der Bogen liegt perfekt in der Hand“, fiel deshalb auch die sonst übliche Eingewöhnungsphase bei einem neuen Bogen weg. „Bei diesem Material passte es gleich von Anfang an, deshalb freu ich mich schon riesig auf die nächsten Herausforderungen.“

Jetzt folgen für gstöttner und den Rest der österreichischen Eliteathleten noch ein paar Indoor-Turniere. Varazdin (Kroatien), Stockerau und Wiener Neustadt sind fix, aber dann würde Gstöttner auch noch gern von 9. bis 11. Februar als letzte generalprobe vor der WM noch beim Weltcup in Las Vegas an den Start gehen. Die Finanzierung steht noch nicht, aber der Plan wäre, dann gleich nach Yankton (USA) zur Indoor-Weltmeisterschaft weiterzureisen, die von 14. bis 19. Februar in Szene geht.