Andreas Gstöttner kämpft weiter um Olympia-Ticket. Nach einer missglückten Elimination bei der WM in den Niederlanden hofft St. Christophens Andreas Gstöttner nun auf Minsk.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Juni 2019 (01:27)
Andreas Gstöttner hat bei der WM in der Elimination gegen den Belgier Kurt de Backer nie seinen Rhythmus gefunden.
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Bei der WM in s`Hertogenbosch (Niederlande) lief die Qualifikation für den St. Christophener Andreas Gstöttner noch nach Wunsch. 200 Starter und 104 konnten sich für die Eliminationen qualifizieren. Der Nationalkaderathlet konnte mit 674 Ringe seine Leistung abrufen und belegte am Ende Rang 29. „Zeitweise lag ich sogar unter den Top 20, doch die Leistungsdichte ist bei diesen Wettkämpfen der Weltbesten enorm“, bedauert Gstöttner, dass er mit nur vier Ringen mehr sogar auf Rang 15 gelandet wäre. „Ein deutlich leichterer Gegner in der ersten Eliminationsrunde wäre die Folge gewesen“, weiß er.

So aber ging es gegen den 84. der Quali, den Belgier Kurt de Backer. Und ich kam bei diesem Duell überhaupt nicht auf Toren“, wundert sich Österreichs Toptalent. „Ich schoss leider gar nicht gut und eh ich es mich versah, war ich auch schon draußen!“

Bei dieser WM ging es auch um die ersten Quotenplätze für Tokyo. „Daher herrschte eine sehr eigene Stimmung und Spannung. Viele große Bogennationen konnten sich noch keine Team-Plätze sicher und somit sind die Einzelquotenplätze noch schwieriger zu erzielen“, erklärt Gstöttner.

Mitgereiste Eltern vom WM-Flair begeistert

„Diese WM war der bislang am perfekteste organisierte Event, bei dem wir als Eltern dabei waren“, zeigte sich Gstöttners Mutter Renate vom WM-Flair aber begeistert. „Die Niederlande, eine traditionelle Bogennation, ließ keine Wünsche offen. Vom Freilichtmuseum, das den Bogensport von anno dazumals bis heute in all seinen Facetten zeigte, bis zum eigenen Kino war alles dabei.“

Derzeit ist Gstöttner noch bei den Europaspielen in Minsk am Start, bei denen es ebenfalls um die Qualifikation für Tokyo geht. Zum Auftakt am Freitag ist er aber im Mixed-Achtelfinale ausgeschieden. In Runde eins hatte Gstöttner mit Elisabeth Straka einen 5:4-Sieg gegen die Slowenen Ana Umer/Rob Bizjak gefeiert, direkt danach unterlagen sie aber den Italienern Lucilla Boari/Mauro Nespoli mit 0:6. „Dieses Duo war nach einem Auftaktfreilos ausgeruht in das Duell gegangen“, schildert Gstöttner.

Im Einzel am Vormittag hatte Gstöttner in der Setzungsrunde Platz 15 belegt und sich somit für die erste Hauptrunde am Montag (nach Redaktionsschluss) ein Freilos erarbeitet. Im Sechzehntelfinale trifft er auf den Slowaken Vladimir Hurban oder den Spanier Daniel Castro Barcala. Während für Gstöttner im Mixed die Chance auf ein Olympiticket zumindest in Minsk dahin ist, lebt sie im Einzel noch.