Andreas Gstöttner konnte Ziele nicht erreichen. Der Neulengbachber Andreas Gstöttner muss bei der WM gegen zweifachen Olympiasieger Lehrgeld zahlen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 24. Oktober 2017 (01:53)
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Andreas Gstöttne rmusste sich bei der WM dem Olympiasieger von 2004 geschlagen geben.

Die Weltmeisterschaft in Mexiko City verlief für den Neulengbacher Vizestaatsmeister im olympischen Recurve-Bewerb nicht nach Wunsch. „Die klimatische Umstellung und die lange Saison haben ihre Wirkung gezeigt“, bedauert er sein Ausscheiden gleich in der ersten Eliminationsrunde nach der Qualifikation.

Dabei lagen die Hoffnungen von Österreichs Bundestrainer, dem scheidenden Samo Medved, vor allem beim 21-jährigen Gstöttner, der sich beim letzten Weltcup-Bewerb in Berlin mit Platz neun noch gut in Szene hatte setzen können.

Starker Start in Qualifikation

Und Gstöttner startete auch in Mexiko stark in die Qualifikation, lag zunächst unter den Top 15. Doch schon in der Qualifikation konnte er das Niveau nicht halten, am Ende fiel er auf Rang 32 zurück. „Ich habe meine Leistung nicht halten können, aber trotzdem war es keine schlechte Ausgangsposition für die Elimination“, erklärt Gstöttner. Von den 120 Teilnehmern, hatten sich 104 qualifiziert.

Doch Gstöttner hatte Pech, denn gleich in der ersten Runde traf er auf den Italiener Marco Galliazzo. Der Mitfavorit und zweifache Olympiasieger (2004 im Einzel und 2012 mit der italienischen Mannschaft) hatte in der Qualifikation einen ganz schlechten Tag erwischt und war nur auf Rang 81 gelandet. Doch in der Elimination zeigte er dann, dass er noch zu den besten der Welt zählt.

„Galliazzo ist einfach immer noch ein sehr guter Schütze, aber in der Quali kamen ihm die Bedingungen nicht entgegen. Er mag es, wenn Windstille herrscht, und das war dann in unserem Duell der Fall“, erzählt Gstöttner, der auch zugibt, nervös gewesen zu sein. „Ich wusste, dass ich gegen ihn Außenseiter bin!“ Mit einem 0:6-Debakel — der Italiener schoss starke 29, 29 und 30 — hatte aber auch er nicht gerechnet. Aus in der ersten Runde!

"Es hat nicht gepasst dieses Mal“

Eine Erklärung hat Gstöttner für seine schwache Performance noch keine, doch sah er schon in der Quali seine Kräfte schwinden. „Keine Ahnung, was da bei mir los war. Es hat nicht gepasst dieses Mal.“

Zum Grübeln bleibt aber zum Glück wenig Zeit. Es gibt nur eine kurze Pause, dann startet auch schon die Indoor-Saison.