Dritter Streich in Folge für Andreas Gstöttner. Der St. Christophener Andreas Gstöttner holt erneut Gold. Daxböck-Brüder werden bei den Titelkämpfen ebenfalls mit Podestplätzen belohnt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 11. Februar 2020 (00:57)
Wienerwald-Power in der Halle: Andreas Gstöttner (links) und Dieter Daxböck trafen im direkten Duell aufeinander.
Renate Gstöttner

Österreichs bester Recurveschütze Andreas Gstöttner holte sich letzte Woche mit einem souveränen 6:0-Sieg im Finale den dritten Indoor-Staatsmeistertitel in Folge. Nachdem der St. Christophener bereits die Qualifikation am Vortag dominiert hatte, konnte er sich auch in den Eliminationen ohne Probleme bis ins Goldfinale kämpfen. Die Bogensportmesse in Wels bot den Rahmen der heurigen Indoor-Staatsmeisterschaften.

Jubel gab’s auch bei den Daxböck-Brüdern aus St. Christophen. Dieter konnte sich in der Recurve-Mannschaft den Staatsmeistertitel sichern und Matthias holte bei den Junioren im Compound die Bronzemedaille.

„Ein großes Starterfelde verlangte dem Veranstalter und und uns Sportlern alles ab“, erzählt Gstöttner, für den es schon in der Qualifikation ganz nach Plan gelaufen ist. „Ich wollte beide Runden nicht unter 290 schießen, und das habe ich abgeliefert.“ Mit 583 Ringen in der Quali, setzte er sich zwölf Ringe vor den Zweitplatzierten David Macher aus Wien.

Tags darauf ging es in die Eliminationen. Mit einem Freilos startete Gstöttner ins Achtelfinale. Ohne Set-Verlust und mit nur wenigen Unentschieden zog er ins Finale ein. Und mit einer souveränen Leistung gegen den Wiener Macher holte er sich dann erneut den Titel.

„Es war nicht leicht als Gejagter. Die Erwartungen waren hoch und ich fühlte mich nicht so gut in der Elimination. Ich musste mich sehr oft zurückholen und voll an mir arbeiten. Aber am Ende hat’s geklappt“, freute sich Gstöttner sichtlich über seinen dritten Indoor-Titel in Folge.

Daxbacher bleibt nur der undankbare Vierte

Auch für Dieter Daxböck lief es bei den Junioren in der ersten Qualirunde nach Plan. Auf Rang zwei liegend, nahm er sich für die zweite Runde viel vor. Doch ein kleiner Fehler und er fiel auf den undankbaren vierten Platz zurück. In der allgemeinen Klasse ging es für ihn in der ersten Eliminationsrunde gegen den Kärntner Erwin Rebernig (6:2-Sieg). Aber im darauffolgenden Achtelfinale wartete gleich Teamkollege Gstöttner, der ihm keine Chance ließ.

Mit Martin Schlerizko und Noah Schönfellner startete Dieter mit Niederösterreich 1 in den Teambewerb. Souverän konnten sie sich bis ins Halbfinale schießen. Der Sieg gegen Tirol bescherte ihnen den Einzug ins Goldfinale, in dem sie auf Oberösterreich trafen. „Die Jungs haben eine hervorragende Leistung gezeigt und die starken Gegner bezwungen“, lobt auch Gstöttner. Daher durfte sich auch Dieter Daxböck über einen Staatsmeistertitel im Teambewerb freuen. Dazu gab es für ihn den vierten Platz bei den Junioren und Rang neun in der allgemeinen Klasse.

In der Bogenklasse Compound Junioren ging Dieters Bruder Matthias an den Start. Mit seinem zweiten Rang nach der ersten Runde war er vollauf zufrieden. „In der zweiten Runde kam ich aber nicht so gut rein und musste mich mit Platz drei und daher auch am Ende mit der Bronzemedaille zufrieden geben.“

Eine Hallensaison wie aus dem Bilderbuch

Für Gstöttner war es nicht nur der dritte Hallen-Staatsmeistertitel in Folge, sondern auch der dritte Sieg im dritten Antreten in der heurigen Hallensaison. Zuvor gewann er schon das internationale Turnier in Varazdin (Kroatien) und die „120 Pfeile“ von Stockerau.

Damit hat Gstöttner heuer eine perfekte Hallensaison geschossen. Denn er beendet wie in der NÖN angekündigt mit der Staatsmeisterschaft die heurige Hallensaison auch schon wieder und konzentriert sich ab sofort auf die olympische Disziplin 70 Meter, die nur im Freien geschossen wird. Gleich nach der Staatsmeisterschaft ging es daher für ihn nach Deutschlands zum Training.