Gstöttner gewinnt Cup. Neulengbacher holt sich kurz vor dem WM mit seinem Triumph in Budapest auch den Gesamtsieg im Central European Cup.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 26. September 2017 (01:56)
NOEN, G. Eichinger
Neulengbachs Andi Gstöttner ist vor der WM in Form.

Das Finalwochenende in Budapest hätte für den Neulengbacher Andreas Gstöttner nicht besser laufen können. Als erster Österreicher überhaupt holte er sich im olympischen Recurve-bewerb die Gesamtwertung des zentraleuropäischen Cups (CEC).

Trainingscamp brachte Bestform

Nach einer Woche Trainingscamp mit der deutschen Nationalmannschaft in Berlin, startete Gstöttner sichtlich topmotiviert und in Bestform. Auch das abwechslungsreiche Wetter — von Sonnenschein bis Starkregen und Wind war alles dabei — ließ er sich von Anfang an nicht irritieren.

„Mein Ziel war ein Podestplatz, denn nach Ungarn bin ich als Dritter der Gesamtwertung nach vier Bewerben (bei einem Streichresultat) gekommen und einen Stockerlplatz wollte ich mir auf alle Fälle sichern“, schildert der 21-Jährige, der aber natürlich auch wusste, dass bei einem optimalen Verlauf auch noch mehr möglich war. „Die Spitze lag eng beisammen, es konnte noch alles passieren.“

Top-Leistung in Quali-Runde

Schon in den Qualifikationsrunden hatte Gstöttner eine Top-Leistung abgeliefert, lag mit 660 Ringen klar in Führung. Tags darauf in den Eliminationsrunden blieb er fokussiert und legte einen Durchmarsch mit nur einer Set-Abgabe ins Goldfinale hin. In diesem ließ er dann auch dem ungarischen Lokalmatador Arpád Banda nicht den Funken einer Chance, siegte mit 6:0. Der Turniersieg brachte Gstöttner sogar noch den CEC-Gesamtsieg!

„Für mich war dieses Turnier vom Kopf her mehr als wichtig, auch in Hinblick auf die WM in Mexiko“, peilt Gstöttner auch dort in der Woche von 15. bis 22. Oktober beim allerletzten und wichtigsten Outdoor-Saisonbewerb eine Spitzenplatzierung an. Beim CEC sind die besten Athleten Ungarns, Kroatiens, Tschechiens, Sloweniens, Serbiens der Slowakei und Österreichs dabei, daher hat der Erfolg schon Aussagekraft, erwartet sich Gstöttner in mexiko einiges. Und auch die Titelverteidigung hat er sich für kommendes Jahr fix vorgenommen. „Da steigt das Finale nämlich in Österreich!“