Nur Bronze statt Gold für Andreas Gstöttner. Alles andere als der Staatsmeistertitel wäre eine Enttäuschung, hatte Andi Gstöttner im Vorfeld der Titelkämpfe gemeint.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 06. August 2019 (01:11)
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Für den St. Christophener Andreas Gstötner endete die Staatsmeisterschaft mit einer herben Enttäuschung — nur Platz drei statt Titel!

Bei den Outdoor-Staatsmeisterschaften in Klagenfurt hat Neulengbachs Olympiahoffnung Andreas Gstöttner eine herbe Enttäuschung hinnehmen müssen. Nachdem er im Vorjahr „nur“ den Vizestaatsmeistertitel erringen hatte können, zählte für ihn heuer nur der Sieg, wie er im Vorfeld meinte. Zumal sein stärkster Rivale aus dem Nationalteam die Karriere überraschend beendet hat. Doch es sollte anders kommen.

Bei brütender Hitze präsentierte sich Gstöttner bei den von Union-Viktring Sportclub ausgetragenen Bewerben nicht in Topform, auch wenn er seine Führung in den beiden Qualifikationsrunden ständig ausbauen konnte.

„Es war aber nicht ganz die Leistung, die ich von mir erwartet hatte, aber die Hitze machte es auch enorm schwierig zu schießen“, erklärt er. Bei der Elimination tags darauf setzte sich der St. Christophener dann in den ersten beiden Runden souverän mit jeweils 6:0 durch. Doch im Halbfinale kam gegen Lukas Stuefer aus Tirol das überraschende Aus.

„Ich kam nicht wirklich rein ins Match und so gab es am Ende nur den Kampf im Kleinen Finale, was wirklich voll enttäuschend war“

Aber Gstöttner konnte seinen Ärger zumindest gut wegstecken und im Kampf um Bronze wieder voll konzentriert den Kärntner Lokalmatador Erwin Riebernig besiegen. „Wenigstens habe ich mich gleich wieder gefangen und Bronze geholt“, sah Gstöttner das Positive. „Der Titel wäre ein toller Abschluss für die Saison gewesen, aber es hat nicht sollen sein“, ist er insgesamt mit seiner Outdoorsaison dennoch nicht unzufrieden. „Bei den Weltcups und der WM haben die Scores gepasst, auch wenn das Olympiaticket noch nicht gelöst werden konnte“, sieht er auch, was zu verbessern ist: „Die Eliminationsrunden müssen stärker werden!“

Den Staatsmeister holte sich der Wiener David Macher vor Gstöttner-Bezwinger Stuefer.

Eigentlich wäre die Saison für Gstöttner zu Ende, aber er hat zwei Turniere des Central European Cups in der Slowakei und Budapest noch dazu gepackt.