Trotz Rekord kein Titel für Andreas Gstöttner. St. Christophens Andreas Gstöttner dominiert die Quali der Staatsmeisterschaft mit Rekordleistung, vergibt aber Gold im Finale.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. August 2018 (02:48)
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Andreas Gstöttner lag nach der Quali mit 50 Ringen vor dem Zweitplatzierten, doch hat er den Titel erneut verpasst.

Henndorf am salzburgischen Wallersee war letzte Woche Schauplatz der diesjährigen österreichischen Outdoor-Staatsmeisterschaften. „Bei Temperaturen jenseits von Gut und Böse“, stöhnt der St. Christophener Topfavorit und Vizestaatsmeister des Vorjahres, Andreas Gstöttner. Und zumindest in der Qualifikation wurde er trotz des extrem schwülen Wetters mit einer Rekordbestleistung seiner Favoritenrolle gerecht. Mit 679 Ringen verbesserte er den alten Rekord von Alexander Bertschler um gleich vier Ringe. Dies bedeutete unfassbare 50 Ringe Vorsprung auf den Zweitplatzierten nach der Quali.„Ich hätte gerne die 680er-Marke, die auch international als ‚magisch‘ gilt, geknackt, doch am Ende wollte ich ein bisschen zuviel„, erzählt Gstöttner.

Tags darauf in der Elimination ging es zunächst ohne gröbere Probleme bis ins Goldfinale. Sein Gegner dort war überraschend der Tiroler Julian Schweighofer, und der machte es ihm entgegen den Erwartungen nicht leicht. Am Ende setzte es erneut eine Finalniederlage für den zweifachen Einzelstaatsmeister, der nur bereits die zweite Saison hintereinander trotz seiner Ausnahmestellung in Österreich am Ende nicht jubeln konnte. „Ich hab es voll vergeben“, ärgerte er sich gleich nach dem Bewerb mächtig. „Aber abhaken und neu fokussieren“, lautete sein Motto, denn gleich am Wochenende ging es in Sofia beim European-Grand-Prix für ihn weiter. Sein persönlicher Coach Samo Medved sah vor allem das Positive. „Mit seiner Bestleistung hat Andreas auf alle Fälle gezeigt, dass er in Topform ist, jetzt muss er noch in den entscheidenden Phasen ruhiger werden“, weiß der Trainerfuchs.

Bei der Quali in Bulgharien lief es mit dem dritten Platz unter 115 Teilnehmern mit dem olympischen Recurvebogen jedenfalls wieder wunschgemäß.