Der nächste Coup. Georg Parma aus Eichgraben kletterte bei der Jugend-Weltmeisterschaft mit Bestleistung auf den dritten Platz.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. September 2014 (15:34)
NOEN, privat
Der Eichgrabener Georg Parma, wurde im April 2011 ins österreichische Jugendnationalteam im Klettern aufgenommen.

Wenn der Eichgrabener Georg Parma nach einer, aus seiner Sicht verpatzten Qualifikation, bei der er gerade noch ins Finale der letzten Acht gerutscht ist, vollmundig ankündigt, dass er sich im Finale steigern wird und weiterhin eine Medaille anpeilt, wie er es letzte Woche in der NÖN getan hat, dann kann man davon ausgehen, dass es so kommt. Denn Parma trägt das „Wettkampfgen“ in sich, ist einer, bei dem man sich darauf verlassen kann, dass er im entscheidenden Moment zusetzen wird. Und auch er selbst weiß aus Erfahrung, dass er es schaffen wird, und zieht unglaublich viel Selbstvertrauen daraus. Auch bei der Jugend-WM in Neukaledonien, im südlichen Pazifik, gelang ihm wieder so ein Coup!

Der Naturfreunde-Athlet aus Eichgraben, der im SLZ West-Wien, wo sein Vater Direktor ist, zur Schule geht, sicherte sich mit einem fulminanten Finale noch WM-Bronze im Jugend-A-Bewerb (U 18) des Leadkletterns, also der Königsdisziplin Vorstieg.

Semifinalplatzierung entschied letztendlich 

Das Ergebnis konnte dabei knapper nicht sein, denn drei Athleten lagen am Ende im Finale mit einer 45+-Wertung — sie kletterten top bis unters Dach der Halle — an der Spitze, womit die Leistung im Semifinale über die Farbe des Edelmetalls entscheiden musste.

„Leider war mein Semifinalrun nicht gut und somit ergab es ‚nur’ den dritten Rang, aber das war eben das Maximum, das im Finale noch drinnen war“, ist Parma trotzdem stolz auf seine enorme Steigerung. „Aber es ist auch ein wenig bitter, wenn man im Finale genauso stark wie zwei andere war, denen aber am Stockerl den Vortritt lassen muss“, gibt er zu.

Einer von den zwei Glücklichen war Parmas Trainingspartner und Teamkollege Jan-Luca Posch aus Imst. In einer nächtlichen Flutlichtshow liefen die beiden zur Höchstform auf und starteten eine beeindruckende Aufholjagd von den Halbfinalplätzen sechs (Parma) beziehungsweise fünf (Posch). Nur der schwedische Favorit Hannes Puman kam genauso weit und verpatzte die ganz große Party in rot-weiß-rot. Da Puman Vierter im Semifinale war, gab es für ihn Gold.

Beim WM-Empfang für Parma am Sonntag in Eichgraben, strahlte die Bronzene für die Freunde und Fans aber auch wie Gold. Und da er heuer ja bereits den EM-Titel geholt hatte, baumelte dabei ohnehin auch eine Goldene um Parmas Hals.
 

 

Hintergrund

Der Eichgrabener Georg Parma, wurde im April 2011 ins österreichische Jugendnationalteam im Klettern aufgenommen.

Heuer holte er bereits Gold und den Europameistertitel in Edinburgh. Zuletzt gelang im der dritte Platz bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Neukaledonien. Auch beim Europacup in Imst trumpfte das Kletterass mit der Bronzemedaille groß auf.

Außerdem erreichte er bei seinem ersten Einsatz in der allgemeinen Klasse in Imst das Semifinale.