Gegen Marta und Co. um CL-Halbfinal-Einzug. Den größten Europacup-Erfolg der Vereinsgeschichte hat der NÖSV Neulengbach mit dem Einzug ins Viertelfinale der Damen-Fußball-Champions-League schon geschafft. Am Sonntag versucht man noch mehr zu erreichen.

Erstellt am 21. März 2014 (10:57)
NOEN, SV Neulengbach
Teil eins des Highlights gegen Tyresö FF, wo der brasilianische Superstar Marta unter Vertrag steht, geht nun am Sonntag (14.45 Uhr) in Schweden über die Bühne ( die Neulengbacher NÖN berichtete ). Das Rückspiel folgt am 29. März (16.00) im Wienerwaldstadion.

Außenseiter-Rolle und geringer Druck als Vorteile

"Es war immer unser Ziel, ins Viertelfinale zu kommen, das haben wir nun endlich geschafft. Das ist fantastisch", sagte Nina Burger noch einmal ganz deutlich. Der Weg ihrer Mannschaft soll allerdings in der Runde der letzten acht noch nicht zu Ende gehen. "Wir treffen auf einen starken Gegner, die Schwedinnen sind Favorit, aber wir können es schaffen", sagte die Vereinskapitänin.

Die Außenseiterrolle könne ein kleiner Vorteil sein. "Wir gehen ohne Druck in diese Spiele, sondern nur mit dem Gedanken, dass wir etwas erreichen können, aber nicht müssen", betonte die ÖFB-Rekord-Torschützin.

Der Grundstein für den Aufstieg muss wohl in Schweden gelegt werden. "Mit einem Remis wären wir sehr zufrieden", gab die 26-jährige Niederösterreicherin die Marschroute vor. Neulengbach-Manager Bruno Mangl bezifferte die Aufstiegschancen allerdings nur auf "20 Prozent".

"Definitiv ein Highlight - aber es geht nicht nur um Marta"

Im Ensemble von Vizemeister Tyresö sticht Marta hervor. Die 28-jährige Offensivspielerin wurde bereits fünfmal - zwischen 2006 und 2010 - als Weltfußballerin des Jahres ausgezeichnet.

"Das ist definitiv ein Highlight, gegen sie zu spielen. Aber es geht nicht nur um Marta, sie haben auch andere tolle Spielerinnen", sagte Burger. Mit Fabiana, Rilany, Thaisa und Mayara stehen vier weitere Brasilianerinnen im Kader des Viertelfinal-Debütanten aus Schweden, der sehr große finanzielle Probleme hat.

Schwedischer Gegner nicht im Meisterschafts-Rhythmus

Österreichs Serienmeister startete standesgemäß mit zwei Siegen ins Jahr 2014. Gegner Sturm Graz machte es Nina Burger und Co. sowohl im Cup-Viertelfinale (0:2), als auch zum Meisterschafts-Frühjahrsauftakt am Dienstag (Runde 10/1:2) aber alles andere als leicht.

Damit hat die Wienerwald-Elf diese Saison bewerbübergreifend weiterhin nur beim 1:1 gegen Apollon Limassol im Rückspiel der ersten Champions-League-Hauptrunde nicht gewonnen. Die Meisterschaft in Schweden ist seit Oktober zu Ende, die neue Saison beginnt erst Mitte April.