Gstöttner mit Rekord. Die St. Christophener hatten ein erfolgreiches Wochenende — zwei Rekorde, drei Siege und zwei dritte Plätze!

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 06. Februar 2018 (01:24)
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Andreas gstöttner verbesserte seinen eigenen österreichischen Rekord.

Nachdem sich die beiden Brüder Dieter und Matthias Daxböck heuer bereits in Fischamend die Indoor-Landesmeistertitel in ihren Klassen Recurve- beziehunsgweise Compound-Kadetten geholt hatten, starteten sie das Wochenende darauf ebenso erfolgreich bei den Turnieren in Stockerau.

Organisiert vom UBSC Artemis fand das bei der Jugend sehr beliebte Youngstar-Turnier statt. Die Daxböck-Brüder konnten sich dabei beide gegen ihre Kontrahenten durchsetzen. Dieter war bei den Recurve-Kadetten überlegen und Matthias in seiner Klasse Compound.

Tags darauf fand das 120-Pfeile-Turnier statt, bei dem auch der Weltcupstarter Andreas Gstöttner dabei war. Und da es keine Jugendklassen gab, kam es erstmals zum direkten Aufeinandertreffen für die Daxböcks mit ihrem Vorbild.

Für Gstöttner war es ein gutes Training vor der WM in den USA. Von Anfang an lag er mit großem Abstand in Front. Ohne Druck bewies er große Zielgenauigkeit und nach dem dritten Durchgang war klar, dass der von ihm selbst gehaltene österreichische Rekord wackelt. Im letzten Durchgang hätten ihm 287 Ringe gereicht. Aber mit 297 Ringen pulverisierte er seinen alten Rekord sogar um satte zehn Ringe — insgesamt waren es am Ende 1179!

„Das gibt Auftrieb für mein nächstes Weltcup-Turnier in Las Vegas“, ist er von seiner eigenen Form begeistert. „Die Finanzierung des Weltcupstarts ist nun auch gesichert und die Marschrichtung für die WM stimmt hundertprozentig!“

„Das gibt Auftrieb für mein nächstes Weltcup-Turnier in Las Vegas“

Dieter Daxböck konnte sich nach einer Aufholjagd am Ende den dritten Platz beim 120-Pfeile-Turnier sichern. „Dabei hatte ich im ersten Durchgang einmal die Scheibe total verfehlt und lag weit zurück“, war er mit seinem Finish sehr zufrieden. „Er gab nicht auf und kämpfte sich Rund um Runde nach vor“, war auch Gstöttner beeindruckt von seinem jungen Teamkollegen, der nur ihm und Noah Schönfellner den Vorzug geben musste.

Auch Matthias konnte sich mit seiner Compound-Waffe bei den Erwachsenen beweisen. Im ersten Durchgang noch auf Platz fünf, ging es auch für ihn stetig bergauf. Am Ende holte er sich mit 1134 Ringen nicht nur den dritten Platz, sondern auch noch den österreichischen Kadetten-Rekord im Compound.

Für Gstöttner geht es am 4. Februar nach Las Vegas, wo das Indoor-Weltcup-Finale ausgetragen wird, und anschließen gleich nach Yankton zur Weltmeisterschaft. Für die Daxböcks ist die Staatsmeisterschaft in Klagenfurt Anfang März das nächste Highlight.