Im Ländle gestolpert. Eine überragende Feldkircher Spielmacherin und Lattenwürfe en masse ließ St. Pöltnerinnen in ein Debakel schlittern.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. Januar 2019 (02:46)
Betz (l.) und Wagner konnten Feldkirchs Spielmacherin Laura Seipelt nicht stoppen.
privat

Rabenschwarze sechs Minuten gleich zu Beginn (6:0) und die Top-Spielmacherin und Führende in der Torschützenliste der WHA (durchschnittlich 8,3 Tore pro Spiel) Laura Seipelt bei den Feldkircherinnen in überragender Form machten den Unterschied aus.

Seipelt, die nach dem freiwilligen Abstieg der SPG UHI/Tirol aus der Frauen-Bundesliga 2014 zu den Vorarlbergerinnen gewechselt war, fehlte in den letzten beiden Spielen, weshalb sich mit den Perchtoldsdorferinnen ein Mitkonkurrent St. Pöltens im Abstiegskampf Punkte in Feldkirch sichern konnten.

Die Hoffnung, dass Seipelt auch im Spiel gegen St. Pölten fehlen würde, erfüllte sich nicht. Topfit verwertete sie den ersten Siebenmeter und erzielte sechs der ersten sieben Tore der Gastgeberinnen.

St. Pölten wollte zu Beginn rein gar nichts gelingen: zwei Lattenwürfe, zwei Würfe direkt in die Abwehr, ein Fehlwurf vom Flügel und ein abgefangener Kreispass führten zum Stand von 6:0 (7.).

Der erste Treffer gelang dann Katrin Betz, der Rückstand von fünf bis sechs Toren konnte dann bis zur 25. Minute (14:9) trotz zweier vergebener Siebenmeter und zahlreicher Fehlwürfe gehalten werden. Wieder war es Seipelt, die durch einen Siebener den Pausenstand (18:11) besiegelte.

U18-Girls fahren einen deutlichen Sieg ein

Dann kamen die St. Pöltnerinnen besser ins Spiel, aber der 7-Tore-Rückstand blieb bis zur 49. Minute (26:19) erhalten. Die letzten zehn Minuten nützte Trainer Norbert Visy, um

alle mitgereisten Spielerinnen zum Einsatz zu bringen. „Wir hatten sehr viel Pech in diesem Spiel, so viele Latten- und Stangenwürfe sind rekordverdächtig“, klagte der Coach nach dem Spiel, lobte aber auch die Gastgeberinnen. „Feldkirch ist eine sehr kompakte, erfahrene Mannschaft mit einem schnellen Spiel. Und Seipelt hatte einen sehr guten Tag, wir mussten sie offensiv verteidigen und haben damit den anderen Spielerinnen die Räume aufgemacht.“

Da Feldkirch im U-18-Spiel in Unterzahl antreten musste, weil die Spielerinnen der SG mit Lustenau und Hohenems im Einsatz waren, setzten auch die St. Pöltnerinnen nur fünf Feldspielerinnen ein und durften sich trotzdem wieder über einen ungefährdeten Sieg und weiterhin den dritten Tabellenplatz freuen.