Dieter Rudolf: Dritter beim „Arsenal“. Wieder Erfolgserlebnis für Dieter Rudolf! Altlengbacher fährt nach seinem letztwöchigen Sieg in Kroatien beim Topevent in Rumänien erneut aufs Stockerl.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Mai 2021 (00:35)
Dieter Rudolf freute sich in Rumänien über den dritten Platz.
Marius Dinca, Marius Dinca

Nur eine Woche nach seinem Sieg beim ‚Extreme Enduro Lika‘ in Kroatien kann Dieter Rudolf über das nächste Top-Resultat jubeln. Der KTM-Pilot aus Altlengbach fuhr beim ‚Hard Enduro Arsenal‘ in Costesti auf den dritten Gesamtrang. Der Sieg ging an den Tschechen David Cyprian (KTM), den Rudolf eine Woche zuvor in Kroatien noch schlagen konnte. Zweiter wurde der in Rumänien lebende Niederländer Rienk Tuinstra (GasGas).

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Das „Hard Enduro Arsenal“ bildete den Auftakt der diesjährigen rumänischen Hard-Enduro-Meisterschaft und war dementsprechend stark besetzt. Mit Alfredo Gómez (Husqvarna) war auch einer der internationalen Topstars am Start.

„Die Rennanmeldung verlief ein wenig stressig, denn verkehrsbedingt kam ich erst knapp eine Stunde vor dem Prolog im Fahrerlager an und schaffte es nach Erledigung aller Formalitäten gerade noch rechtzeitig an die Starlinie“, schildert der 30-Jährige, der fast schon befürchtete, umsonst die weite Reise auf sich genommen zu haben. Aber dann absolvierte er die 15-km-Prolog-Strecke ohne Besichtigung nahezu fehlerfrei und sicherte sich den sechsten Startplatz für den ersten Offroad-Tag am Samstag.

„Die Rennanmeldung verlief ein wenig stressig, denn verkehrsbedingt kam ich erst knapp eine Stunde vor dem Prolog im Fahrerlager an"

Und auch auf den insgesamt 85 Kilometern des ersten Renntages war Rudolf dann extrem schnell. Zwei Punkte allerdings trübten seine Freude: „Zuerst kam ich in einem chlammigen Abschnitt zu Sturz. In der Folge machten mir die nassen Handschuhe und der vom Schlamm rutschige Lenker das Leben schwer“, klagte er. Vor allem aber war seine Reifenwahl nicht ideal. „Ich musste mich an einigen steilen Abschnitten im Zick-Zack nach oben kämpfen, wo andere Piloten noch genug Grip hatten, um den direkten Weg zu nehmen.“

Trotzdem waren Platz sieben und ein neuer Reifen eine gute Ausgangsbasis für den Sonntag.

Zwar war der zweite Tag deutlich schneller und technisch etwas leichter gesetzt, dennoch konnte man folgenschwere Fehler machen. Das bewies die Spitzengruppe um Gómez, die nach Ceckpoint 3 falsch abbog und die folgenden zwei Checkpoints verfehlte. Der an dieser Stelle allein fahrende Rudolf nahm den richtigen Weg und erreichte das Ziel als Tageszweiter. In der Endabrechnung hatte er dann als Dritter sein zweites Erfolgserlebnis innerhalb von sieben Tagen.

„Das war ein richtig schwerer Endurotag mit endlosen schwierigen Auffahrten und extrem steilen Abfahrten"

„Ich bin sehr happy““, meinte er im Ziel, wohlwissend, dass er Gómez ohne dessen Fehler nicht bezwungen hätte. „Es gab im Ziel dann auch lange Diskussionen, aber so sind die Regeln. Ich hatte an dieser Stelle jedenfalls keine Probleme, den richtigen Weg zu finden“, meinte Rudolf, der die Bedingungen vor allem am Samstag aber unglaublich anspruchsvoll fand. „Das war ein richtig schwerer Endurotag mit endlosen schwierigen Auffahrten und extrem steilen Abfahrten, wie man das in Rumänien aber gewohnt ist.“

Für Rudolf war das Arsenal jedenfalls eine weitere gute Vorbereitung auf seine Saison-Höhepunkte am Erzberg und bei der „Red Bull Romaniacs“.