Hintergrund. Sportklettern / Bei der Heim-Europameisterschaft wusste der Eichgrabener zu überzeugen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 18. Mai 2015 (15:35)
NOEN, privat
Georg Parma aus Eichgraben

Das Abenteuer Heim-EM im Bouldern war für Georg Parma das erwartete „Mega-Erlebnis“. Der Eichgrabener sammelte wertvolle Erfahrung in der Weltelite der Allgemeinen Klasse.

Am Mittwoch ging es los, am Marktplatz von Innsbruck fand eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier statt. „Für mich war es das erste Mal, mit der Nationalmannschaft bei einem Großereignis der allgemeinen Klasse einzumarschieren und ich habe die tolle Stimmung einfach nur genossen“, bekennt er, dass „die „Gänsehautmomente nochmals eine Spur intensiver“ waren, als bei den Nachwuchsevents, die er bisher für Österreich bestreiten durfte.

Mitten unter Weltmeistern

Am Donnerstag gab es dann die Qualifikation. Um 9 Uhr war Treffpunkt in der sogenannten Isolationszone, und Parma als jüngster EM-Teilnehmer musste viereinhalb Stunden bis zu seinem Auftritt warten. „Trotz der Anspannung war es aber cool, mit all den Weltmeistern und Weltcupsiegern diesen Wettkampf bestreiten zu dürfen“, bekannte er.

Um 13.30 war es dann so weit: Der 18-Jährige wurde als fast letzter Kletterer der Qualifikation angekündigt, kam zum ersten Boulder — und hatte seinen Laufzettel für den Schiedsrichter vergessen! Die 5-minütige Kletterzeit läuft, es wird diskutiert, ob nun erst der Laufzettel zu holen sei, Aufregung beim Publikum. Doch dann ist für den Youngster alles klar. Einmal kurz fokussiert und Parma „flasht“ den ersten Boulder als Einstieg in den Bewerb.

Mit Ergebnis zufrieden

„Das zahlreiche, fachkundige Publikum gab mir volle Unterstützung, doch die nächsten drei Boulder waren wirklich hart zu lösen“, musste sich der Naturfreunde-Kletterer letztlich eingestehen, dass diese Boulderprobleme noch zu schwer für ihn waren, um „Top zu gehen“. „Ich war dran, habe gekämpft, aber es reichte nicht ganz“, erklärte er.

Zumindest ließ Parma im letzten Boulder nochmals sein unglaubliches Potenzial aufblitzen. Er schaffte diesen schweren Boulder im zweiten Versuch und verabschiedete sich zufrieden von dieser EM — Rang 47 von 83 Startern.
 


Hintergrund

Der Eichgrabener Georg Parma fand bereits im Alter von fünf Jahren bei den Naturfreunden Eichgraben zum Klettersport. 2011 wurde er ins österreichische Jugendnationalteam einberufen. Beim Jugendeuropacup in Dornbirn tankte er zuletzt mit Bronze Selbstvertrauen. Nun sammelte er bei der Europameisterschaft in der Allgemeinen Klasse wertvolle Erfahrungen. Parma erreichte dabei nach einem tollen Start insgesamt Rang 47.