Hintergrund. Leichtathletik / Eine Woche vor der Leichtathletik-WM sucht St. Pöltens Sportaushängeschild trotzdem noch nach der absoluten Topform.

Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, APA/GEORG HOCHMUTH
Von Claus Stumpfer

Beim letzten Härtetest vor dem Abflug ins polnische Sobot zur LA-Hallenweltmeisterschaft, die von 7. bis 9. März zur Austragung kommt, konnte sich Beate Schrott beim erstmalig ausgetragenen ISTAF-Indoor in Berlin für das Finale der besten Sechs qualifizieren.

Vor 10.000 Zuschauern in der ausverkauften Berliner O2-Arena kam die gebürtige Maria Anzbacherin im ersten Vorlauf an die Reihe und musste sich dabei gleich mit Olympiasiegerin Sally Pearson aus Australien messen. Die momentan beste Hürdenläuferin des Planeten gewann diesen Lauf dann auch souverän in der neuen Jahresweltbestzeit von 7,79 Sekunden. Schrott sprintete auf solide 8,27 Sekunden über die 60 Meter Hürden und konnte sich über die Zeitregel als sechstschnellste für das Finale qualifizieren.

"Das Finish hat gepasst“

Auch im Endlauf dominierte dann die Favoritin aus Downunder klar und holte sich den Sieg vor der Lokalmatadorin Nadine Hildebrand aus Deutschland. Schrott kam nach einem verpatzten Start gegen Ende des Laufes zwar näher an ihre Konkurrentinnen heran, belegte in 8,25 Sekunden aber „nur“ den sechsten Rang.

„Vor allem mit der Zeit und dem Start kann ich noch nicht zufrieden sein, aber zumindest das Finish hat im Finale schon gepasst“, ist Schrott zuversichtlich, sich bei der WM noch verbessern zu können. Ihre bisherige Rekordzeit von 8,02 Sekunden, die sie vor zwei Jahren in Wien gelaufen ist, scheint heuer aber außer Reichweite zu sein.

Vom erstmalig ausgetragenen Meeting in Berlin zeigte sich Schrott trotzdem begeistert. „Nicht nur wegen der tausenden Zuschauer, der Musik-, Licht- und Pyrotechnikinszenierung war das ein echtes Spektakel und eine würdige Einstimmung auf die WM.“

Einen finalen Meeting-Höhepunkt gab es durch den erstmals in der Geschichte bei einem Hallenmeeting ausgetragenen Diskuswurf, welchen der deutsche Olympiasieger und Weltmeister Robert Harting gewann.


Beate Schrott hatte im Vorjahr eine Verletzung und sie schloss auch ihr Medizinstudium ab. Noch sucht sie die Topform des Jahres 2012.

  • Geburtsdatum: 15. April 1988.
  • Sport: Hürdensprinterin.
  • Verein: Union St. Pölten.
  • Österreichische Rekorde: 100-m-Hürden 12,82 Sekunden; 60-m-Hürden 8,02 Sekunden.
  • Auszeichnung: „Aufsteigerin des Jahres 2012“.
  • Größte Erfolge: Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen 2012 in London (8. Platz), 4. bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki.
  • Beruf: promovierte Medizinerin.
  • Wohnsitze: St. Pölten und Wien.