Zwei Goldene für unsere EM-Kämpfer. Sensationelles Ergebnis bei den Europameisterschaften im bosnischen Banja Luka. Auch Silber und Bronze gab es.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Juni 2017 (02:39)
Jaqueline Horak, Tochter des Kirchstettner Chefcoachs Robert Horak, gewann mit ihrem Eichgrabener Partner Daniel Rejzek in Banja Luka sensationell Silber.
NOEN, privat

Einmal mehr präsentierte sich Österreich als die stärkste Nation im Jiu-Jitsu-Duo-System. Das Männerteam Nicko Eichler/Sebastian Vosta aus Gablitz komplettierte ihre persönliche Medaillensammlung erstmalig mit EM-Gold in der Klasse Duo Men. „Ihr Erfolg war eindrucksvoll mit Siegen gegen Teams von Rumänien, Deutschland und Italien“, schildert ihr Kirchstettner Chefcoach und Obmann von Jiu-Jitsu Pressbaum Robert Horak.

Abgerundet wurde dieses sensationelle Ergebnis durch eine Bronzemedaille der zweiten Pressbaumer Mannschaft Matthias Käfer/Mark Hendrich-Szokol aus Tullnerbach und Pressbaum.

Souverän ins siegreiche Finale spazierten bereits zum dritten Mal in Serie die Becirovic-Twins (Pressbaum) in der Klasse Duo Women. „Es ist schon beachtlich, so lange unbesiegt die Klasse zu dominieren“, sieht Horak die Konkurrenz zwar im Kommen, „aber noch ist gegen unsere Mädels kein Kraut gewachsen“.

Im Duo Mix gelang unterdessen eine echte Sensation. Trainertochter Jaqueline Horak und ihr Eichgrabener Partner Daniel Rejzek wurden Vize-Europameister, gestoppt nur von den mehrfachen Welt- und Europameistern aus Italien. Aber in der Vorrunde mussten die Welt- und Europameister 2016 aus der Schweiz erst einmal niedergerungen werden. Danach wartete bereits in der dritten Runde das U-21-Europameister-Team aus Belgien. Am Ende musste man ins Stechen, und dieses konnten Horak/Rejzek am Ende verdient für sich entscheiden.

„Im Finale gegen die Italiener verbeugten wir uns aber mit Respekt“, musste auch Robert Horak die einsame Klasse der Gegner anerkennen. „Dieses Team ist derzeit in der Form ihres Lebens, da gab es nur Silber zu gewinnen!“

Einen Achtungserfolg mit Platz fünf gab es für die Wienerin Andrea Gruber und ihren Eichgrabener Partner Philippe Bleyer. „Vor der Ziellinie eingefädelt, würde man im Slalom sagen“, schildert Horak. Nach dem dritten Durchgang lagen seine Schützlinge noch immer in Führung, hatten es in der Hand, den Sack zuzumachen. „Ärgerlich wenn man sich durch einen minimalen Eigenfehler selber eliminiert, aber Kopf hoch, weiterarbeiten und neu angreifen.“