Celo-Sisters unter Dampf. Beim Weltklasse-Nachwuchsturnier in Porec holt Funda als Älteste des Neulengbacher Sisteracts U-21-Bronze. Auch Schwester Isra wird in ihrer Klasse Dritte.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Juli 2021 (00:44)

Der aktuelle Bewerb der WKF Welt-Jugend-Liga am Wochenende im kroatischen Porec lockte über 2000 Aktive aus über tausend Organisationen (50 Nationen) in die Adriastadt. Dabei konnte sich die 20-jährige Neulengbacherin Funda Celo gleich am ersten Tag in der U-21-Kata toll in Szene setzen.

Sie matchte sich in allen drei Vorrunden mit den Besten des Bewerbs, der Spanierin Sabrina Savoy sowie den Italienerinnen Elena Roversoi, Lakshimi Muccino und Jennifer Regis. Letzten Endes distanzierte sie Regis (Artesport Italia) im Kampf um Bronze fast um einen ganzen Punkt und belegte schlussendlich den verdienten dritten Platz unter 25 Starterinnen.

Bei den Kadettinnen (U 16) gehörten Sima Celo und Florian Zöchling zwei Runden lang mit ersten und zweiten Plätzen in ihren Pools zur absoluten Spitze und wurden in Runde drei nach Kampfrichterwechsel „ausgeschieden“. Was übrig blieb, war für beide unter 65 Startern der elfte Rang, in dem Bewusstsein, dass die Leistung einem Medaillenrang entsprach. „Man muss schon gute Nerven haben, wenn man realisiert, mit welch miesen Kampfrichterleistungen man bei einem WKF-Turnier oft konfrontiert wird“, moniert Erhard Kellner, der die Szene seit über dreißig Jahren kennt, „aber so krass und unverschämt parteiisch wie derzeit, war es nie!“

Auch SLZ/HALS-Athletin Isra Celo (Juniorinnen, U 18) konnte unter 56 Starterinnen wieder reüssieren: Nach zwei Siegen in den ersten beiden Runden über die Italienerin Sonia Inzoli und die Deutsche Rita Siebert wurde sie nach Kampfrichterwechsel nur Zweite der dritten Runde, was ihr aber den Kampf um Bronze ermöglichte, den sie klar gegen die Schweizerin Minano Lanyfer, die eine Woche zuvor bei den Austrian Junior Open vor ihr lag, gewinnen konnte.

In der männlichen U-14-Klasse (53 Starter) erreichte der 13-jährige Matthias Niederl mit einer ausgezeichneten Performance die Runde der besten Zweiunddreißig, in der er dann denkbar knapp ausschied.

Schon bei Austrian Junior Open toll in Form

Vor Porec waren die Celo-Sisters bereits bei den Austrian Junior Open im Einsatz. Die Corona-Krise änderte nichts an der Tatsache, dass es sich dabei nach wie vor um eines der ganz großen europäischen Jugendturniere handelt: 130 Vereinigungen aus 15 Nationen waren am Start. Und bei diesem Großturnier konnten die St. Pöltner Asse vom NÖ Leistungszentrum zweimal Gold und je einmal Silber und Bronze holen.

Den ersten Sieg fixierte Funda Celo in der U 21. Sie erzielte in allen Runden die höchste Punkteanzahl und siegte letztlich klar vor der Oststeirerin Lejla Begic sowie der Italienerin Carolina Amato und der Feldkirchnerin Sarah Flaschberger (beide 3.).

Die zweite Goldene ging an Fundas jüngste Schwester Hilal (9) in der U 10: Bei den Kleinen gab es echte Duelle mit Flaggensystem und die Neulengbacherin gewann ihre drei Begegnungen jeweils mit 5:0 gegen Marit de Brandt (Belgien), Anna Gärtner vom Veranstalterverein Union Walserfeld und Charlotte Glusa (Deutschland) im Finale.

Bronze gab es für Sport-Handelsschülerin Isra Celo (17) bei den Juniorinnen. Sie gewann den ersten Durchgang ihres Pools, doch Rang zwei in der nächsten Runde hinter der späteren Siegerin Jessica Vlai erlaubten nur mehr den Bronze-Kampf, den Celo gegen die Französin Leitao Romane überlegen für sich entschied.