Celo-Triplesieg im Land der Eltern

Am Ochrider See in Mazedonien waren Neulengbachs Sima, Isra und Funda Celo eine Klasse für sich.

Claus Stumpfer
Claus Stumpfer Erstellt am 10. Oktober 2017 | 02:48
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Die Celo-Sisters mit Mutter Filis, die ihre Töchter Sima, Isra und Funda auch coacht, bei den Struga Open in Mazedonien, dem Herkunftsland der Eltern.
Foto: NOEN, privat

Bei den 14. International Struga Open am mazedonischen Ochrider See, die heuer als 8-Nationen-Turnier für alle Alterskategorien mit vorwiegend Athleten aus dem Balkan und dem südlichen Europa stattfand, traten die Celo-Sisters vom UKC Zen Tai Ryu HAK erstmals in der Heimat ihrer Eltern an.

Als Erste stellte sich Sima Celo, die Jüngste des Neulengbacher Erfolgstrios, den Gegnerinnen. Die Elfjährige legte den Schwestern einen tollen Durchmarsch vor. Nach Freilos siegte sie in der U 12 mit jeweils 5:0-Siegen.  Fast ebenso kurzen Prozess mit ihren mazedonischen Gegnerinnen machte Isra Celo in der U-14-Kata: Sie siegte 4:1, 5:0 und im Finale 3:2.

Starker Auftritt von Funda Celo

Funda Celo stand in der WM-Kategorie der Kadetten zwar vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe, doch die enorme Leistungsdichte der Konkurrenz beeindruckte die SLZ/HASL-Athletin nicht im geringsten: Ihre Erfolgsbilanz lautete 5:0, 4:1, 5:0 und im Finale machte sie mit einem 3:2 den Triple-Pack der Celo-Sisters fix. Schwester Isra holte zudem im U-16-Bewerb Bronze.

Bei Jugend-WM wartet „rauerer Wind“

„Ein Wahnsinnsgefühl für uns alle im Herkunftsland unserer Eltern zu siegen. Ich weiß aber, dass bei der Jugend-WM in drei Wochen ein wesentlich rauerer Wind wehen wird!“, bleibt Funda Celo realistisch.

Wie rau der Wind ganz oben weht, musste Kristin Wieninger zur Kenntnis nehmen: Beim Series-A-Turnier in Salzburg, der Vorstufe zur obersten Weltliga, schied die St. Pöltnerin bereits in Runde eins gegen die Japanerin Saori Okamoto knapp mit 2:3 aus. Diese schied ihrerseits eine Runde später aus, wodurch es für Wieninger keine Trostrunde gab.

Schiedsrichter wirkten überfordert

Einem großen Teil des rot-weiß-roten Teams erging es ähnlich. UKC-Obmann Erhard Kellner sah bei 1.400 Nennungen aus 86 Nationen die Kampfrichter auch etwas überfordert, an zwei Tagen alle Kämpfe ordentlich zu „schiedsen“.

„Bei diesen stundenlangen Bewerben ist oft die Konzentration bei ihnen erlahmt. Der Weltverband sollte sich für die Olympiaqualifikation etwas anderes einfallen lassen!“

Weiter geht es nun nächste Woche mit dem internationalen Coupe de Kayl in Luxemburg.