Funda Celo sicherte sich Bronze bei Jugend-EM. Ältere der Celo-Sisters kann endlich „EM-Fluch“ besiegen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. August 2021 (02:24)
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Die Neulengbacherin Funda Celo bringt aus dem finnischen Tampere eine EM-Bronzemedaille mit nach Hause. Sie ist die erste ÖKB-Kata-Sportlerin, die bei Großwettkämpfen Medaillen in allen internationalen Jugendklassen (U 16, U 18, U 21) gewonnen hat.
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1021 Sportler aus 45 Nationen nahmen an den Karate-Jugend-Europameisterschaften im finnischen Tampere teil, darunter auch drei Niederösterreicher. Die Celo-Sisters Funda und Isra aus Neulengbach und Cenk Tosun aus Herzogenburg, alle in Diensten des UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten. Mit dabei die St. Pöltner Bundestrainerin Marianne Kellner und Sportdirektor Martin Kremser aus Nußdorf bei Traismauer.

„Ich bin überglücklich, endlich den EM-Fluch besiegt zu haben und auch bei diesen Jugendtitelkämpfen eine Medaille errungen zu haben.“Funda Celo

Die SLZ/HASL-Absolventin Funda Celo hat schon U-16-WM-Silber (2017) und U-18-WM-Bronze (2019) auf ihrem Konto, doch noch nie gelang ihr bei einer EKF-EM der Sprung aufs Podest. Heuer sollte es anders kommen:

Bereits im ersten Durchgang erhob sie mit einem zweiten Platz (24,5 Punkte) hinter der Italienerin Carolina Amato (24,8) und noch vor der favorisierten Spanierin Sabrina Savoy Medero (24,08) Anspruch auf eine Medaille, was sie in der nächsten Runde mit einem neuerlichen zweiten Rang (24,24) hinter Amato (25,14) und vor Medero (24,10) wiederholte. Dies bedeutete den Kampf um die Bronzemedaille, den sie klar (24,88) gegen die Griechin Nikoleta Zervou für sich entschied — 24:88:23,80!

„Ich bin überglücklich, endlich den EM-Fluch besiegt zu haben und auch bei diesen Titelkämpfen eine Medaille errungen zu haben“, freute sich die HASL-Absolventin, die somit als erste ÖKB-Kata-Sportlerin bei Großwettkämpfen Medaillen in allen internationalen Jugendklassen (U 16, U 18, U 21) gewonnen hat.

Isra Celo in Durchgang drei unterbewertet

Schwester Isra Celo kam wie im Vorjahr über den siebenten Platz unter 33 Starterinnen nicht hinaus. Nach einem zweiten und einem dritten Platz in den beiden ersten Runden wurde sie im Durchgang drei trotz erstklassiger Performance auf den vierten Platz gesetzt und damit aus den Medaillenkämpfen geschoben.

Cenk Tosun aus Herzogenburg erreichte Rang 13 unter 32 Startern. „Er kann dennoch zufrieden sein, denn er ließ starke Sportler klar hinter sich“, ist Nationalteamtrainerin Marianne Kellner zufrieden.