Hilal Celo ist meisterlich. Jüngste der Celo-Schwestern sorgte beim 2. Venice-Cup des Jahres für Aufsehen. Auch Funda und Isra holen Gold.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Oktober 2020 (00:25)
DIe erst achtjährige Hilal Celo wurde bei den Venice Open als jüngste der Neulengbacher Celo-Schwestern zum Favoritenschreck in ihrer Klasse.
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Die zweite Auflage des Vencice-Cups mit Startern von 29 Nationen aus fünf Kontinenten war das 15. virtuelle Turnier, an dem Athleten des NÖ Karate-Leistungszentrums innerhalb der letzten drei Monate teilnahmen, um ein wenig Wettkampfluft zu schnuppern. Und wie so oft holten die Celo-Sisters Medaillen ins Land.

Diesmal war Hilal (8) als jüngste des geschwisterlichen Quartetts auch als Erste an der Reihe, ihre Leistung zu vergolden. Dabei waren aber nicht die klaren Siege über die Inderin Krishnan Risha (23,4:22,5), die Irin Heat Moore (23,4:23,1) und die Russin Alisa Krylova (23,5:22,7) das Erwähnenswerte dieses U-10-Erfolgs, sondern das Faktum, dass die junge Neulengbacherin ihre einfachen Schüler-Kata technisch hochwertig genug machte, um über die komplizierten Meister-Kata ihrer Gegnerinnen zu triumphieren.

Auch Schwester Sima Celo lag in der U-14-Klasse vorerst gut im Rennen, ehe sie sich im Semifinale überraschend der „völlig überbewerteten“ (O-Ton Trainer Erhard Kellner) Indonesierin Claresta Aralea Salim geschlagen geben und sich mit Bronze begnügen musste.

Indonesien-Festspiele mit Beigeschmack

„Alle Indonesier wurden aus irgendeinem Grund diesmal viel zu hoch bewertet“, klagt Kellner. Das musste auch Emre Tosun (U 16) feststellen, der im Semifinale gegen Wiryanantha Anak Agung Gede verlor und mit Bronze vorliebnehmen musste. Florian Zöchling (Union Mugendso) aus Pyhra wurde in dieser Altersklasse guter Fünfter, und der Herzogenburger Cenk Tosun (U 18) steht als Neunter auch noch unter den Top Ten der Ergebnisliste.

Zum engen Favoritenkreis zählte auch SLZ/HASL-Absolventin und Staatsmeisterin Funda Celo in der allgemeinen Klasse. Wie schon beim ersten Venice-Cup traf sie im Finale auf die kanadische Meisterin Melissa Baillargeon. War das damalige Finale nach Punkten unentschieden ausgegangen und Celo durch anschließende Kampfrichtermajorität zur Siegerin erklärt worden, machte die zweifache WM-Medaillistin diesmal mit einem 23,9:23,6 sofort alles klar und nahm Gold entgegen. Schwester Isra wurde Dritte, nachdem sie bei den U-18-Juniorinnen Gold gewonnen hatte.

Funda Celo führt nun das World Ranking in der allgemeinen Klasse der E-Tournament World Series überlegen an, und Isra – erst seit August in dieser Klasse startberechtigt — nähert sich mit Platz 11 unter 128 Starterinnen den Top Ten.