Kein Sieger in einem schwachen Derby. 1. KLASSE WEST-MITTE / Altlengbach und Neulengbach trennten sich im ersten Derby der Saison brüderlich Remis.

Erstellt am 17. August 2011 (07:29)

VON ERNST KLEMENT

UND CLAUS STUMPFER

ALTLENGBACH - NEULENGBACH 1:1. Bei der Ankündigung des Schlagers hielten sich die Hausherren auf ihrer Homepage mit Ironie nicht zurück: „SV Altlengbach Fenerbahce gegen Roter Stern Neulengbach“ hieß es da, womit natürlich auf die Abstammung vieler Spieler abgezielt wurde. Vertrauen die Altlengbacher eher türkischstämmigen „Secondarios“, so haben in Neulengbach vor allem Spieler aus Ex-Jugoslawien Konjunktur. Bei aller Rivalität in diesem Revierderby wurde aber auch wieder deutlich, wie freundschaftlich verbunden alle Funktionäre und auch Spieler eigentlich miteinander sind. Prestigeträchtig ist ein Sieg aber allemal und so legten beide Teams zunächst einmal munter los.

Bereits in der ersten Minute reagierte SVA-Goalie Dobias hervorragend, als er einen Schuss von Führer nach Vockovic-Vorlage mit dem Fuß abwehren konnte. Auf der Gegenseite bereitete ein Drehschuss von Masak SVN-Goalie Anicic keine Mühe. Bei einem Freistoß von Trabelsi war Dobias aber doch machtlos. Nach einem unnötigen Foul des sonst starken Bracher an ihm verwertete der Mittelfeldstratege den Freistoß perfekt über die Mauer. Nur wenig später sorgte aber der sonst vielleicht ein wenig zu Ball verliebte Kilic ebenfalls aus einem Freistoßaufsitzer nach einem Foul an ihm selbst für den Ausgleich - dank Mithilfe von Anicic!

Die Neulengbacher hatten in der ersten Hälfte leichte spielerische Vorteile, bei Altlengbach merkte man, dass Trainer Walter Buchberger für das neu formierte Team noch nicht die richtige Abstimmung gefunden hat. Die Chancen blieben gleich verteilt. Neulengbachs Stürmer Aydin, der sonst von Stefan Kerschner in gewohnt enger Manndeckung bewacht wurde, vergab einen Sitzer (30.) und Masak traf im Gegenzug nach Vorarbeit von Sahin nur die Latte.

Nach der Halbzeit fehlte  die spielerische Linie

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel zusehends. Die spielerische Linie und die Torchancen fehlten auf beiden Seiten. Nach fünf Minuten im zweiten Durchgang war bei Neulengbachs Trainer Peter Bayerl die Geduld mit dem schwachen Miskovic aufgebraucht, für ihn kam Feiertag. Der sorgte Defensiv für etwas mehr Sicherheit, dennoch konnte die Elf in keinster Weise an die Leistungen des Frühjahrs anschließen. Außer bei weiteren Freistößen von Trabelsi ging kaum noch Gefahr aus, auch weil der Spielmacher ebenso wie Mrdalj untergetaucht sind. Bei Altlengbach merkte man das Fehlen der Leistungsträger Thomas Berger und Nikola Nikic.

„Wir haben heute nicht gut gespielt, müssen versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen“, war zumindest Neulengbachs Teammanager Josef Zenleser nach dem Spiel einsichtig. Sein Altlengbacher Pendant haderte mit einem nicht gegebenen Elfer: „Es war zwar ein gerechtes Remis, aber der Pfiff in der 80. Minute wurde uns vorenthalten“, jammerte Christian Bauer, dass ein Foul im Strafraum am zur Pause eingewechselten Akagündüz ungeahndet geblieben ist.

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