Jahresbestzeit! Schrotts WM-Chance lebt. Österreichische Jahresbestzeit! Die Maria Anzbacherin Beate Schrott darf nach Topzeit in St. Pölten auf Ticket für Doha hoffen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. September 2019 (02:49)
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Mit 13,10 Sekunden über 100 Meter Hürden setzte Beate Schrott beim Quali-Meeting in St. Pölten ein echtes Ausrufezeichen. Ihre kleinen Fans hatten sie auf der Union-Anlage in St. Pölten frenetisch angefeuert.

Ein großartiges, ja angesichts der kühlen Temperaturen sensationelles Rennen lieferte Beate Schrott beim Hürden-Qualifikationsmeeting auf der Union-Sportanlage ab. Klubobmann Gottfried Lammerhuber hatte kurzfristig ein starkes internationales Feld zusammengestellt, um seine Vorzeigeathletin aus Maria Anzbach möglichst gut zu unterstützen.

Furioser Hürdensprint in Europas Spitzenklasse

Mit 13,29 Sekunden im Vorlauf bei fast Windstille (-0,1 Sekunden) bewies sie Schrott abermals ihre tolle Form. Im Finale gelang ihr dann ein furioser Lauf und sie stürmte in der österreichischen Jahresbestzeit von 13,10 (+0,4) ins Ziel. „Die kühle Witterung verhinderte dabei eine absolute Europaklassezeit, die Leistung war es auf alle Fälle“, lobte Lammerhuber.

EM-Starterin Ivana Loncarek aus Kroatien, die heuer mit 13,26 Sekunden Platz zwei beim Prokop-Memorial belegt hatte, war chancenlos und lief in 13,64 auf den zweiten Platz.

Österreichs Hürdenhoffnung, die U-23-EM-Semifinalistin Karin Strametz, die immer wieder gemeinsam mit Schrott trainiert, wurde in diesem hochklassigen Rennen Dritte.

„Die WM-Chance für Doha lebt damit“, ist auch Schrott überzeugt. Aktuell liegt sie in der bereinigten Weltrangliste auf Platz 42, die Top 40 sind fix in Katar dabei. „Eine Absage ist schon bekannt, daher fehlt nur mehr ein Platz auf die Teilnahme“, weiß Lammerhuber. Die IAAF wird Anfang nächster Woche die Qualifizierten bekanntgeben.