Benni Baumgartner ist nicht zu stoppen

Neulengbacher Toptalent nützt Covid-Jahr zum Feintuning seiner neuen Yamaha. Aber auch Rennen gab‘s.

Claus Stumpfer
Claus Stumpfer Erstellt am 02. Dezember 2020 | 01:46
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Benjamin Baumgartner gab mit seiner Yamaha R3 auch im Corona-Jahr bei ausgesuchten internationalen Rennen ordentlich Gas.
Foto: privat

Der erst 14-jährige Neulengbacher Benjamin Baumgartner, der bereits seit früher Kindheit auf zwei Rädern unterwegs ist und stets Top-Platzierungen in Motocross und Supermoto einfahren konnte, wechselte 2019 zum Rundstreckensport und konnte auch dort von Beginn an zeigen, dass Potenzial und Talent vorhanden ist.

Zu Beginn des heurigen Jahres wurde Baumgartner dann als einer von nur zwei Österreichern in das Nachwuchsrennsportteam „Heating Factory Youngsters“ aufgenommen. Baumgartners Motorrad ist in diesem Förderteam eine Yamaha R3 mit 300 ccm und einer Spitzengeschwindigkeit von bereits bis zu 200 km/h.

„Ich habe die heurige verkürzte Corona-Saison für ausgiebiges Training und die Set-up-Optimierung genützt und sobald Corona es zuließ, habe ich an verschiedenen Rennsportveranstaltungen in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und in Ungarn teilgenommen. Benjamin Baumgartner

Für die Saison 2020 war eine Teilnahme am Internationalen Yamaha-R3-bLUcRU-Cup geplant, der unter normalen Umständen an sechs Wochenenden in Deutschland, Österreich, Tschechien und in den Niederlanden ausgetragen worden wäre. Wegen der weltweiten Pandemie musste der Cup aber abgesagt und auf die Saison 2021 verschoben werden.

Baumgartner war deshalb nicht ganz untätig. „Ich habe die heurige verkürzte Corona-Saison für ausgiebiges Training und die Set-up-Optimierung genützt“, erzählt er. Und auch ein paar Starts sind sich für ihn trotz allem ausgegangen. „Sobald Corona es zuließ, habe ich an verschiedenen Rennsportveranstaltungen in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und in Ungarn teilgenommen“, erzählt er.

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Der 14-jährige Neulengbacher und sein um zwei Jahre ältere Teamkollege Leo Rammerstorfer aus Oberösterreich.
privat

Gemeinsam mit seinem um zwei Jahren älteren Teamkollegen Leo Rammerstorfer (OÖ) dominierte er die nationale 300er-Klasse, wo sie regelmäßig Doppelsiege für die „Heating Factory“-Mannschaft einfuhren.

Das Highlight in der heurigen Saison war die Teilnahme am FIM-European-SSP300-Cup am Pannoniaring im Rahmen der Alpe Adria International Motorcycle Championship AAIMC. Dabei gab es für Baumgartner einen sensationellen Top-10-Platz. Und zum Jahresabschluss wurden die Nachwuchstalente von Yamaha zu einem gemeinsamen Training ins deutsche Oschersleben geladen, wo das Toptalent mit der zweitschnellsten Tageszeit im internationalen Feld auf sich aufmerksam machen konnte. „Da habe ich nochmals richtig Selbstvertrauen vor der Winterpause getankt“, erzählt Baumgartner, der sich derzeit mit Motocross, Trail fahren und Ausdauertraining fit hält, um dann hoffentlich im Frühjahr 2021 – nach einem Auftakttraining in Spanien – in eine neue Saison starten wird.