Geglücktes Comeback nach zehn Monaten Motorradabsenz. Der junge Neulengbacher Benjamin Baumgartner feiert sein Motorsport-Comeback gleich mit zwei Supermoto-Podestplätzen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 05. September 2017 (01:06)
Benjamin Baumgartner (l.) versucht sich jetzt im Supermoto.
NOEN, privat

Vier Monate Krankenhausaufenthalt, zehn Monate Motorradabsenz — die Rennkarriere von Benni Baumgartner schien vorbei zu sein, ehe sie so richtig begonnen hatte!

Das junge Motocross-Talent war im Vorjahr auf seiner KTM in der Klasse bis 65 ccm die Konkurrenten seines Jahrgangs in Grund und Boden gefahren und gehörte zu den schnellsten Nachwuchspiloten in Europa. Doch gegen Ende der letzten Saison stürzte der Neulengbacher bei einem Trainingslehrgang in Ungarn so schwer, dass seine weitere Motorsportkarriere am seidenen Faden hing.

Starker Wille und und tolle ärztliche Betreuung machten Comeback erst möglich 

„Benjamin musste unzählige Therapiestunden im In- und Ausland absolvieren“, erzählt seine Mutter Victoria, „aber sein starker Wille und die tolle Betreuung durch die Ärzte und Therapeuten ließen ihn wieder vollkommen gesund werden. Somit war es nur mehr eine Frage der Zeit, bis Benjamin wieder auf seinem geliebten Motorrad sitzen konnte.“

Im Juli — zehn Monate nach seinem Unfall — absolvierte Baumgartner sein erstes Rennen, allerdings nicht beim Motocross, sondern im Rahmen der österreichischen Supermoto-Meisterschaft.

Talentprobe abgegeben

Beim Grenzland-Cup in Bayern zeigte Benni aber sofort, dass er auch im Supermoto ein großes Talent ist. „Motocross wird in kleinem Umfang auch schon wieder trainiert, Rennen absolviert Benjamin allerdings noch keine“, erklärt Vater Ewald, der nach seinem schweren Unfall Benjamin Zeit geben und jeglichen Erwartungsdruck von ihm fernhalten will. „Beim Supermoto kennt uns niemand, Benjamin kann völlig frei an die Sache herangehen. Außerdem gewinnt er wieder Sicherheit am Motorrad und kann schön langsam Kraft aufbauen.“

Saisonfinale als Ziel

Bei einem weiteren Supermoto-Rennen in Kärnten fuhr Benjamin bereits auf den sensationellen dritten Platz und nun krönte er seine Erfolgsserie mit Platz zwei bei einem Rennen in Tschechien. „Damit gehöre ich nun auch im Supermoto zu den schnellsten Nachwuchspiloten in Österreich, Deutschland und Tschechien“, ist Benni stolz. Am 17. September findet das Saisonfinale der österreichischen Supermoto-Meisterschaft und der Europameisterschaft am Wachauring in Melk statt.