Aus für Andreas Gstöttner kam viel zu früh

Nach seiner besten Qualifikation bei einer WM, schied der Neulengbacher Andreas Gstöttner in der zweiten Runde aus.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 00:04
440_0008_8198639_wwas40bogensport_gstoettner_wm.jpg
Andreas Gstöttner fand in der Qualifikation bei der WM gut in den Bewerb. Doch in der zweiten Eliminationsrunde ging nichts mehr.
Foto: privat

102 Recurveschützen aus 43 Nationen kämpften vergangene Woche in Yankton (USA) um den Weltmeistertitel. „Ein tolles Event, auf typisch amerikanische Art organisiert, mit vielen Zuschauern und vielen Aktrationen rund um das Turnierfeld, machten diese Weltmeisterschaft einmalig“, erzählt der Neulengbacher Andreas Gstöttner.

Die Qualifikation war geprägt vom Wetter. Viele Favoriten konnten sich nicht so schnell auf die Windsituation einstellen, wie zum Beispiel Mete Gazoz, in Tokio noch Olympiasieger oder der mehrmalige Weltmeister und Lokalmatador Brady Ellison. Auch Gstöttner wurde auf den ersten zwei Passen in der ersten Qualirunde vom Wind verweht.
Doch dann klappte es plötzlich und Gstöttner lieferte ein gutes Finish für die erste Runde — Rang 41. Die zweite Runde gelang dem 25-jährigen Staatsmeister dann hervorragend. Mit dem siebentbesten Score in der zweiten Runde katapultierte er sich auf den 21. Rang. „Eine gute Position für die Elimination“, ging Gstöttner gestärkt von der guten Quali zuversichtlich ins erste Eliminationsmatch.

Mit gutem Grund, denn der Sausi Mansour Alwi gestaltete sich als bezwingbare Hürde. Mit 7:3 stieg Gstöttner drüber und zog in Runde zwei ein, in der ebenfalls zu favorisieren war. Doch der Ukrainer Oleksii Hunbin, nur 44. nach der Quali, beförderte Gstöttner mit 6:2 aus dem Bewerb.
„Was in der zweiten Eliminationsrunde passiert ist, kann ich mir (noch) nicht erklären“, war auch Gstöttner entsetzt, vor allem nachdem er seine beste WM-Quali bislang abliefern hatte können.

„Ich war gut drauf und absolut zufrieden mit der Konstanz und wie ich aufholen konnte“, sagt er. „Doch gegen Oleksii lief dann nichts zusammen!“
Besser lief es für den Mauerbacher Michael Matzner in der nicht olympischen Compound-Disziplin. Zusammen mit Stefan Heincz und Nico Wiener sicherte er sich Bronze im Teambewerb. Noch mehr zu jubeln hatte Wiener. Er konnte sich im WM-Einzelfinale gegen den niederländischen Ex-Weltmeister Mike Schloesser mit 146:143 durchsetzen.
Der Südburgenländer war nur als 13. der Qualifikation in die K.o.-Phase gestartet, feierte dort aber sechs Siege in Folge und konnte so die Goldmedaille holen. Es ist der zweite WM-Titel in der Karriere von Wiener.

Eine positive Nachricht hat aber auch Gstöttner dieser Tage ereilt: Er ist für drei Jahre beim Heeressport weiter verlängert worden! „Das ist eine tolle Sache“, freut er sich. „Das bedeutet, dass ich mich weiterhin voll auf meinen Sport konzentrieren kann!“

Jetzt geht es für alle schön langsam in die Halle. Die Indoor-Staatsmeisterschaft steigt bereits am 13./14. November in Stockerau.