Erstellt am 16. Juni 2014, 16:19

von Claus Stumpfer

Parma holt Gold. Bei der Jugend-A-EM in Schottland stürmt der Eichgrabener von Rang fünf nach den Qualirouten im Finale zum Sieg.

 |  NOEN

Der Eichgrabener Georg Parma hat es wieder getan! Im Vorstiegsbewerb der Jugend-A holte sich am Wochenende im schottischen Edinborough erneut Edelmetall. Der 17-Jährige setzte sich gegen die besten jugendlichen Wettkletterer Europas durch, und sicherte sich den Europameistertitel.

„Eine Medaille war das Ziel, aber dass es Gold geworden ist, freut mich natürlich riesig“, kam der Triumph am Ende doch etwas überraschend, denn das österreichische Toptalent hatte nach den Qualirouten „nur“ den fünften Rang belegt. Das reichte zwar locker, um sich fürs Finale der besten zehn zu qualifizieren, als Favorit galt er dabei aber nach seiner Leistung vom Samstag allerdings nicht.

Doch im nervenaufreibenden Kampf um die Medaillen zeigte Parma am Sonntag einmal mehr, aus welchen Holz er geschnitzt ist. „Es ist sicher eine seiner ganz großen Stärken, dass er sich im entscheidenden Moment, wenn andere Nerven zeigen, voll konzentrieren kann und seine Bestleistung abzurufen versteht“, ist auch sein Vater Robert stolz.

Mit einer famosen Leistung schaffte Parma, der vom Nationalteamtrainer Ingo Filzwieser wieder bestens instruiert wurde, die Finalroute Top, also ganz zum Ende zu klettern — eine Leistung, die von keinem Kletterer mehr überboten werden sollte. Parma stürmte somit von Rang fünf zu Gold! Die Saison ist für Parma aber noch nicht vorbei. Mit der WM in Neu-Kaledonien wartet noch ein echtes Highlight. Die französische Kolonie gilt mit ihren Traumstränden als paradiesisch, doch Parma wird wohl auch im Südpazifik kein Auge für die Schönheiten der Natur haben. „Ich will wieder eine Medaille“, gibt er sich wild entschlossen.

Und wenn der Verband überlegt haben sollte, Parma im Spätsommer überhaupt ans Ende der Welt zu entsenden, dann dürften spätestens mit dieser EM-Goldenen alle Zweifel verflogen sein.

Denn der Eichgrabener ist für Österreichs Sportkletterverband bei Großevents seit Jahren ein Medaillengarant.

Eichgrabens Georg Parma bewies bei der EM am Wochenende in Schottland seine Nervenstärke und holte Gold.

Der Sportkletterer von den Naturfreunden Eichgraben geht in die 7. Klasse des SLSZ West-Wien, wo sein Vater Robert Direktor ist. Nationalteamtrainer Ingo Filzwieser erstellt die Trainingspläne und hält große Stücke auf sein Toptalent, das am 15. April 1997 geboren wurde.

Parma holte schon bei den Jugend-B-Welt- und Europameisterschaften Medaillen und begann zuletzt in der Allgemeinen Klasse Fuß zu fassen. Als Hobbys nennt der 17-Jährige Musik hören und Kinobesuche. Bei britischen und US-Fernsehserien ist er Experte.