Sieg beim Auftakt in die Indoorsaison. Nach längerer Turnierpause startet St. Christophens Andreas Gstöttner in Kroatien plangemäß in die Olympiasaison.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 31. Dezember 2019 (01:00)
Der St. Christophener Andreas Gstöttner (Mitte) siegt in Varazdin vor Alan Remar (l.) und Lovro Cerni.
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Im Jahr 2020 hat Andreas Gstöttner den Start bei den Olympischen Spielen in Tokio ganz Rot in seinem Kalender eingetragen. Dazu muss aber nach einer durchwachsenen Vorjahressaison erst noch die Qualifikation geschafft werden.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase ist der St. Christophener in den Weihnachtsfeiertagen mit großen Erwartungen in die Indoorsaison gestartet. Und mit einer ersten guten Qualifikationsrunde (10x3 Pfeile) setzte sich Gstöttner im kroatischen Varazdin vor dem starken Lokalmatador Alen Remar gleich souverän an die Spitze.

„Der Beginn in die zweite Runde war dann aufgrund einiger schlechter Anfangspassen ein leichter Dämpfer, aber ich habe die kleine Krise gut gemeistert“, schildert der 23-Jährige den spannenden Wettkampf. Mit einem fast perfekten Score in den letzten fünf Passen konnte er sich den Sieg sichern.

Ohne Hallentraining zum Turniersieg

„Ich freu mich sehr über den Erfolg, weil ich wegen meinem Hauptziel Olympia zuvor gar nicht viel in der Halle trainiert habe, sondern statt der 18-m-Distanz auf der 70-m-Outdoor-Scheibe geblieben bin“, ist sein Fokus auch im Winter auf die olympische Disziplin gerichtet. „Es gibt 2020 nur noch zwei Qualifikationsturniere für Tokio und die Chancen will ich so gut vorbereitet wie möglich nützen!“

Gstöttner ist ab Jänner viel im Ausland unterwegs, „vorzugsweise in 70-m–Hallen“, um sein Ziel zu erreichen. Gebucht hat er zwischen Jänner und März bereits Trainingslager in Kreta, Deutschland und Antalya. Indoorstarts sind nur mehr in Stockerau sowie bei der Indoor-Staatsmeisterschaft in Wels vom 31. Jänner bis 2. Februar geplant. Vor den Olympiaquotenplatzturnieren in Antalya (EM, Mitte Mai) und Berlin (Weltcup, Ende Juni) sind Starts in Antalya (Ende März) und Kamnik (Slowenien, Ende April) geplant.